Zum Hauptinhalt springen

120 Meter Schulweg mit Konfliktpotenzial

Ein neuer Schulweg soll die Wohngebiete Tössallmend und Zelgli mit den Schulen und dem Dorfkern verbinden. Am Montag fahren die Baumaschinen auf. Nicht alle sind glücklich.

Am Montag beginnen die Bauarbeiten zur Schliessung der Lücke zwischen Schulstrasse und Zürichstrasse. Das 120 Meter lange Teilstück für den neuen Schulweg, das in rund zwei Monaten fertig sein soll, ist umstritten. «Mehrere Einsprachen verzögerten das Projekt um insgesamt drei Jahre», sagt Werk­ Starker Widerstand war dem Vorhaben, das alles in allem 250 000 Franken kosten soll, aus dem Kreis der fünf unmittelbar betroffenen Anstösser erwachsen. Als die Anwohner vor fünf Jahren das erste Mal erfuhren, dass vor ihrer Nase ein neuer Schulweg geplant ist, fielen sie aus allen Wolken. Neben Schulwegemissionen drohte ihnen die Redimensionierung ihrer Gärten, die im Laufe der Jahre über das eigene Grundstück respektive die dort festgesetzte Strassen­linie hinaus «gewachsen» und geduldet worden waren. In der Landwirtschaftszone Rechtlich gesehen kann der neue Schulweg kaum verhindert werden. Das mussten die Hauseigentümer, , bald einsehen: Für die Verlängerung der Schulstrasse existiert eine Strassenlinie. Und die besagte Schulwegparzelle liegt in der Landwirtschaftszone. Dies wiegt höher als der , der abgeschlossen worden war, um den Zusatzgarten mit Teich, Pflanzenbeet und Gartenhäuschen abzusichern. Dievom Gemeinderat wurden gezogen«Wir haben uns jetzt damit abgefunden, dass der Schulweg kommt», heisst es aus dem Kreis der Anwohner. «Jetzt ist es so, wie es ist.» Das Gartenhaus wurde bereits abgebrochen. Der Teich inmitten einer Baumgruppe soll demnächst zugeschüttet werden. «Begreiflich» Gaby Meier kann die Sicht der Anwohner nachvollziehen. «Es ist begreiflich, dass die Vorstellung täglich vorbeilaufender Schüler nicht unbedingt Freude hervorruft.» Doch das Schulwegprojekt ist Teil des Verkehrskonzepts 08, welches von einem Projektteam erarbeitet wurde, dem neben Mitgliedern des Gemeinderates und Fachleuten auch Vertreter der Bevölkerung angehörten. erneue der Sicherheit der innen und Schüleraller Altersstufen dienen Angesichts zu erwartender steigender Schülerzahlen aus diesen Quartieren ist der geplante Fuss- und Radweg laut Meier der direkteste und sicherste Weg. Wegen der relativ steilen Böschung wird er eine Serpentinschlaufe erhalten. Den heutigen Zustand, wo Kinder zur Abkürzung des Schulwegs den Hügel hinaufkraxeln und im Winter vielleicht wieder abrutschen, findet die Werk­sekretärin gefährlich. Demgegenüber wird die Sicherheit des schlangenförmigen, steilen Weges für Velofahrer von Anstösserseite her bezweifelt. Bäume können eventuell bleiben Das Gartenhaus hätte laut Werksekretärin nicht zwingend abgebrochen werden müssen. «Wir hätten den Weg rund herum gebaut.» Doch man wollte offenbar kein Gartenhaus auf der anderen Seite des Fussweges. «Ein, zwei Bäume im unteren Teil können wir vielleicht stehen lassen.» Das hänge davon ab, ob die dortige Wasserleitung tiefer gelegt werden müsse. Begrünung sei auf jeden Fall geplant, sagt Meier.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch