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16 Jahre Freiheitsstrafe für McDonald's-Schützen von Biel

Der Mann, der im November 2011 in einem Bieler Fastfood-Lokal zwei Angestellte niederschoss, ist zu einer 16-jährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Sie wird zugunsten einer stationären Massnahme aufgeschoben.

Das Regionalgericht Biel sprach den heute 45-jährigen Syrer unter anderem des versuchten, mehrfachen Mordes schuldig. Der Täter habe aus Habgier gehandelt. Doch für das Gericht viel wichtiger sei die extreme Geringschätzung des Lebens anderer, die der Mann an den Tag gelegt habe, führte der Gerichtspräsident zur Begründung des Urteils aus.

Beide Opfer hätten massive Beeinträchtigungen zu gewärtigen. Eines von ihnen ist gelähmt und wird zeitlebens auf umfassende Hilfe angewiesen sein. "Über die Opfer ist ein schweres Unheil hereingebrochen", führte der Gerichtspräsident aus.

Mit seinem Urteil liegt das Gericht tendenziell eher auf der Linie der Staatsanwaltschaft, die auf versuchten Mord plädierte und eine Freiheitsstrafe von 19 Jahren mit vorgängiger stationärer Massnahme gefordert hatte.

Die Verteidigung hatte auf einen Schuldspruch wegen qualifizierten Raubs plädiert und eine Freiheitsstrafe von acht Jahren mit ambulanter Therapie gefordert.

Tötungsgedanken

Der Syrer kam vor gut zehn Jahren in die Schweiz. Er arbeitete in verschiedensten Jobs, so etwa auch bei der Fastfood-Kette McDonald's. Es gelang ihm aber nicht, beruflich wirklich Fuss zu fassen.

Zudem litt der Mann unter psychischen Problemen und hatte Tötungsphantasien. 2011 habe er keine Arbeit, dafür aber überall Schulden gehabt, erzählte der Angeklagte vor Gericht. Von McDonald's habe er gewusst, dass dort Geld aufbewahrt werde.

In dieser Zeit sei er sehr frustriert, wütend und nervös gewesen. Er habe stets eine Waffe bei sich getragen und nur darauf gewartet, von jemandem provoziert zu werden, um abzudrücken.

Am 28. November 2011 überfiel der Syrer das Mc-Donald's-Lokal an der Bieler Nidaugasse. Der Chef des Lokals habe versucht, Zeit zu schinden und ihn bis zum Eintreffen der Polizei hinzuhalten, erzählte der Täter vor Gericht.

Da habe er aus Wut auf ihn geschossen. Dass er dann auch noch auf eine andere Angestellte schoss, stellte der Mann als "Reflex" dar.Nach den Schüssen floh der Täter ohne Beute. Einige Stunden später wurde er von der Polizei gestellt. Er gestand die Tat.

Erhöhte Rückfallgefahr

Neben der Freiheitsstrafe sprach das Gericht eine stationäre Massnahme aus. Psychiatrische Gutachten kamen zum Schluss, dass bei dem Mann eine bedeutende Gefahr für neue Straftaten besteht. Der Mann leidet laut Gutachten an einer Psychose und war zur Tatzeit mittelgradig in seiner Steuerungsfähigkeit beeinträchtigt.

(sda)

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