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20 Millionen für neue Technologien im Ener­gie­bereich

Um seine ehrgeizige Ener­gie­strategie voranzutreiben, beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat einen Rahmenkredit von 20 Millionen Franken.

Über Gebäude verpufft fast die Hälfte der Ener­gie­ im Kanton. Gelangten im Jahr 1990 pro Kopf der Bevölkerung etwa 6 Tonnen CO2 in die Atmosphäre, sind es heute nur noch rund 5,1 Tonnen. 2050 sollen es 2,2 Tonnen sein. Um die angestrebte Reduktion zu erreichen, will der Zürcher Regierungsrat innovativen Technologien für die Verbesserung der Ener­gie­effizienz in Gebäuden zum Durchbruch verhelfen. Er beantragt dem Kantonsrat, in den Jahren 2013 und 2014 für die Förderung von Pilotprojekten insgesamt 20 Millionen Franken zur Verfügung zu stellen.

Als Schwerpunkt soll zusammen mit der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa in Dübendorf ein Projekt umgesetzt werden, wie der Regierungsrat in einer Mitteilung von gestern schreibt. Dieses sieht vor, neuartige ener­gie­effiziente Gebäudetechniksysteme unter Alltagsbedingungen zu testen. Dazu sollen Arbeitsplätze und Wohnräume eingerichtet werden.

Tumbler mit Wärmepumpe

Die übrigen Mittel sollen aufgrund eingehender Gesuche vergeben werden. Private Hausbesitzer seien allerdings nicht angesprochen, sagt Hansruedi Kunz vom Amt für Abfall, Wasser, Ener­gie­ und Luft (Awel) auf Anfrage. Für sie existiere bereits ein «sehr rege genutztes» Förderprogramm. Etwa wenn es dar­um gehe, Fassaden, Fenster oder Dächer zu renovieren mit dem Ziel, den Ener­gie­verbrauch des Gebäudes zu verringern.

Die vorhandenen Mittel reichen laut Kunz nicht aus, um neuartige Ener­gie­projekte zu entwickeln. Mit dem Kredit will man gezielt in die Ener­gie­zukunft investieren. Bereits von 1986 bis 1998 führte der Kanton mit Erfolg verschiedene Pilotprojekte durch. Zum Beispiel wurde ein Wäschetrockner (Tumbler) mit Wärmepumpe entwickelt. Seit dem 1. Januar 2012 müssen alle Modelle mit dieser Technik ausgerüstet sein, direkt elektrisch betriebene Geräte dürfen nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Ein anderes Beispiel ist die Entwicklung von Bewegungsmeldern für die Steuerung von Lampen, die heute in Treppenhäusern und Korridoren eine Selbstverständlichkeit sind. (tes)

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