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2000 Griechen protestieren gegen Entsorgung syrischer Chemiewaffen

Auf der griechischen Insel Kreta haben rund 2000 Demonstranten gegen die geplante Zerstörung syrischer Chemiewaffen auf offener See protestiert. Im Hafen von Souda verlangten die Demonstranten am Sonntag mehr Informationen über den geplanten Einsatz.

Der Bürgermeister der Stadt Sfakia, Pavlos Polakis, warnte vor einer Verschmutzung des Mittelmeers und negativen Folgen für die Wirtschaft Kretas und die Bevölkerung des gesamten Mittelmeerraumes.

Der syrische Machthaber Baschar al-Assad hatte im September 2013 zugesagt, das gesamte Chemiewaffenarsenal seines Landes bis Ende Juni zu vernichten, um einen drohenden US-Militärangriff abzuwenden. Hintergrund war ein Giftgasangriff auf mehrere Vororte von Damaskus, bei dem Ende August mehrere hundert Menschen getötet worden waren.

Die gefährlichsten syrischen Kampfstoffe sollen vom Hafen Latakia nach Italien gebracht, auf ein US-Spezialschiff verladen und dann auf offenem Meer vernichtet werden. Nach Angaben der UNO sollen dabei keine Schadstoffe ins Meer gelangen. Umweltschützer und Nichtregierungsorganisationen zweifeln das jedoch an, die griechische Umweltorganisation Archipelagos sprach von einem "Umweltverbrechen".

(sda)

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