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35 Jahre für den Markt

Der Andelfinger Jahrmarkt ist ohne Peter Bänteli und Thomas Gretler kaum denkbar. Der gestrige Markt war der 35., den die beiden leiteten.

Eigentlich seien Peter Bänteli und Thomas Gretler bereits seit fast 37 Jahren für den Jahrmarkt zuständig, sagte der Andelfinger Gemeindepräsident Ueli Frauenfelder gestern bei einer kleinen Feier am Rand des Marktes. Doch als die beiden 1977 die Leitung übernahmen, mussten sie sich zuerst zwei Jahrmärkte lang einarbeiten. Damals habe sich der Event an einem Tiefpunkt befunden, so Frauenfelder. Lediglich 80 Stände zählte der Markt zu jener Zeit und konnte noch auf der sich quer durch das Dorf schlängelnden Landstrasse abgehalten werden. Erst ab 1994 wurde das Treiben auf den Marktplatz im Dorfzentrum verlagert, da es auf der Landstrasse langsam zu eng wurde. Der Markt ist in den 35 Jahren stark gewachsen. Dieses Jahr wurden den Besuchern an 220 Ständen Spielwaren, Kleider, Schmuck, Kunsthandwerk und natürlich Speis und Trank angeboten. Von Letzterem gebe es tendenziell ein Überangebot. «Wir mussten insgesamt rund 60 Absagen erteilen, 35 davon ­betrafen Gastroanbieter», sagt Gretler. Damit wolle man sicherstellen, dass die einheimischen Vereine, die am Markt Beizen führen, genügend Umsatz machen können, ergänzt Bänteli. Das Positive überwiegt Gretler und Bänteli sind beide auch sonst für die Gemeinde tätig: der 61-jährige Gretler als Bademeister und der 60-jährige Bänteli als Leiter des Forst- und Kommunaldienstes. Schlechte Erfahrungen haben die beiden in den 35 Jahren kaum gemacht. «Das Negative vergisst man halt schnell wieder», so Bänteli. Obwohl es 2008 eine grössere Schlägerei gegeben habe, könne man keine generelle Zunahme von Gewalttätigkeiten ausmachen. Dennoch habe man inzwischen einen Sicherheitsdienst beauftragt und eine Polizeistunde für die Beizen ab 3 Uhr eingeführt. Neben solchen einzelnen schlechten Ereignissen würden die positiven Erfahrungen überwiegen. «Die aufgestellten Leute am Markt sind eine Freude, und die Zusammenarbeit mit den Marktfahrern ist immer noch sehr direkt und persönlich», so Gretler.

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