Zum Hauptinhalt springen

500 Millionen Euro und eine Sondergesandte

Eine Sondergesandte soll den Dialog mit den Separatisten suchen. Die EU hat derweil 500 Millionen Euro an das Land überwiesen.

Bei blutigen Gefechten zwischen Regierungseinheiten und prorussischen Separatisten sind in der Ostukraine erneut zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Im Raum Kramatorsk seien sechs Aufständische erschossen worden, teilte Armeesprecher Wladislaw Selesnjow mit. In einer Klinik in Lugansk erlag ein russischer TV-Journalist seinen Verletzungen, wie Chefarzt Fjodor Soljanik sagte. Der 37-Jährige hatte sich an einer Strassensperre von Aufständischen aufgehalten, als eine Granate einschlug. Das ukrainische Militär erlitt bei Gefechten ebenfalls Verluste. Präsident Petro Poroschenko setzte als Schritt in seinem Friedensplan eine Sonderbeauftragte für die Krisenregionen Donezk und Lugansk ein. Irina Geraschtschenko solle den Dialog mit den Aufständischen vor allem in der selbst ernannten «Volksrepublik Donezk» suchen. Die Separatisten erklärten sich grundsätzlich zu Gesprächen bereit, verlangten aber, dass Vermittler Russlands oder internationaler Organisationen hinzugezogen würden. Am Rande der Kämpfe kam es zu einer Explosion an einer Pipeline für den Export von russischem Gas Richtung Westen. Augenzeugen in der Region Poltawa sprachen von einer rund 200 Meter hohen Flamme, die aus der auch als «Transsibirische Pipeline» bekannten Urengoj-Pomari-Uschgorod-Leitung geschossen sei. Dem Leitungsbetreiber Ukrtransgaz zufolge hat der Zwischenfall aber keine Auswirkungen auf den Gasfluss in die EU. Ursache war gemäss ersten Ermittlungen ein Druckabfall.

Krisenstab gebildet

Die Europäische Union überwies unterdessen 500 Millionen Euro an die Ukraine. Das Geld, das sich die EU geliehen hat, gehört zum 1,61 Milliarden Euro schweren EU-Hilfspaket. Nach dem russischen Stopp der Gaslieferungen hat die ukrainische Regierung einen Krisenstab für die Energieversorgung gebildet. «Das Gremium soll vor allem unsere Ressourcen überwachen», sagte Regierungschef Arseni Jazenjuk gestern.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch