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55 Meter Süsses für einen guten Zweck

Am Mittwoch stellen Schüler der 3. Sek in der Wisenthalle in Wiesendangen ihre Projekte aus. Mit dabei: eine 55 Meter lange Cremeschnitte, die vier Schüler um den Schlaf bringt.

Roman Meier wollte schon immer einmal etwas Grosses backen. Der 15-Jährige und seine Mitschüler Jan Eggenberger, Robin Morf und Rafael Osta planten, im Rahmen eines Gruppenprojekts für die Schule erst einen riesigen Zopf zu machen. Weil der aber schwierig zum Zusammensetzen sei, entschieden sie sich für die Cremeschnitte. Auch die Grösse hatten die Schüler ursprünglich anders geplant. «Eigentlich wollte ich den Weltrekord für die grösste Cremeschnitte knacken», sagt Meier. Doch der liegt bei 1400 Metern. Deshalb entschieden sich die Jungen, ihr Ziel auf 111 Meter zu korrigieren. Auch dies wäre jedoch zu viel Aufwand für die Schüler gewesen. So wählten sie die Schnapszahl 55. Ob die vier Jungen dieses Ziel erreichen werden, können Interessierte am Mittwochmorgen mit eigenen Augen prüfen. In der Wisenthalle in Wiesendangen werden am Mittwoch ab 9 Uhr alle Projekte der Sekundarschüler ausgestellt. Dort findet auch der Verkauf der cremigen Leckerei statt. Die Einnahmen sollen gänzlich an wohltätige Einrichtungen gespendet werden. Die Begünstigten sind «Benefiz for Kids», eine Organisation, die sich für kranke und benachteiligte Kinder einsetzt, das Hilfswerk «Roter Tropfen», welches Bedürftige in aller Welt unterstützt, sowie die Stiftung Steinegg. Die Schüler haben diese drei Organisationen ausgesucht, weil sie alle in Wiesendangen ihren Standort haben und verschiedene Wohltätigkeitsaspekte abdecken. Im Test zu langsam, aber lecker Die beiden Lehrerinnen, welche das Projekt «55 Meter Cremeschnitte» betreuen, finden die Idee gut. «Es ist eben mal etwas anderes als Seifenkisten bauen oder Fotos machen», sagt Robin Morf. Die Vorbereitungsphase sei bisher ohne Probleme verlaufen. «Bei der ersten Testcremeschnitte waren wir aber noch viel zu langsam», so Morf. Bei der zweiten habe das Timing schon eher gestimmt. Geschmeckt hat den Jungen bisher aber jede Testschnitte. Die Sekundarschüler freuen sich auf den Mittwoch. Sie hoffen, die ganze Cremeschnitte verkaufen zu können. «Wir werden von Dienstagabend ab 23 Uhr die ganze Nacht durch bis zum Verkauf um 9 Uhr an der Cremeschnitte arbeiten», sagt Rafael Osta. Die Jungen mussten viel Freizeit in das Projekt investieren. Vergangenen Mittwoch haben sie den Blätterteig angerührt und eingefroren. Am Sonntag musste dieser dann auf ganzen 71 Blechen gebacken werden, damit er am Mittwoch bereit ist für die Vanillecreme. Das Herstellen des süssen Gebäcks mache ihnen grossen Spass, sagen die Schüler. Die Backstube als späteren Arbeitsplatz kann sich jedoch nur Roman Meier, der Sohn von Bäckermeister Ruedi Meier, vorstellen. Den anderen sind die Arbeitszeiten einfach zu früh. Die Kosten für die Zutaten des riesigen Backwerks haben verschiedene Firmen aus Wiesendangen übernommen. Die 21,7 Kilogramm Margarine waren am teuersten. Jeder der Zutatensponsoren bekommt am Mittwoch einen Meter Cremeschnitte geschenkt. Andere lokale Firmen haben davon bereits meterweise vorbestellt, als Znüni für die Mitarbeiter. Insgesamt sind schon 30 Meter des Naschwerks reserviert. Bleiben noch 25 Meter Cremeschnitte, die morgen in der Wisenthalle verkauft und schnabuliert werden wollen.

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