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70 Millionen Franken für die Jugendforschung

Die Jacobs Foundation finanziert mit der Universität Zürich ein Kompetenzzentrum für Jugendforschung.

Christian Jacobs sitzt an diesem Morgen an einem Tisch mit Bildungsdirektorin Regine Aeppli, Universitätsrektor ad interim Otfried Jarren und Lutz Jäncke, Professor der Neuropsychologie. Jacobs ist Unternehmer und Stiftungsratspräsident der Jacobs Foundation, die sich für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen einsetzt. Die Stiftung gibt es seit 1989. Seit 2003 existiert das Jacobs Center for Productive Youth Development, das mit der Universität in der Forschung zusammenar­bei­te­te. Dieses In­sti­tut wird nun als Kompetenzzen­trum in die Universität integriert, erhält drei Lehrstühle, mehrere Stellen für Assistenzprofessuren, Postdoktoranden und Doktoranden.

Die Lehrstühle sollen bis Ende Jahr besetzt sein. Die Universität hat mit der Stiftung einen Vertrag über 20 Jahre abgeschlossen. Zwischen 2015 und 2035 werden die Vertragspartner je 35 Millionen Franken in das Kompetenzzentrum und die entsprechende Forschung investieren.

Deshalb trägt Christian Jacobs ein zufriedenes Lächeln und aus demselben Grund hat die Universität auch die Medien an den Tisch im Café Schober im Niederdorf eingeladen. Nach dem Aufruhr um das Engagement der UBS an der Universität informiert man nun die Öffentlichkeit frühzeitig.

In die Weltklasse vorstossen

Regierungsrätin Aeppli sagt: «Ich freue mich sehr, dass dieses In­sti­tut ausgebaut wird.» Otfried Jarren erklärt, es sei das Ziel, mit dem Kompetenzzentrum in den Weltklassebereich der Jugendforschung vorzudringen und gleichzeitig den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Namhafte Forschung in diesem Bereich wird in Frankfurt, Leyden, Princeton und Harvard betrieben. Zürich soll sich, das ist die Idee, durch einen sogenannt transdisziplinären Ansatz und Längsschnitt-Untersuchungen auszeichnen. Jacobs sagt: «Zürich wird in dieser Disziplin zu einem Leuchtturm für Westeuropa.»

Im Kompetenzzentrum finden Psychologie, Soziologie und Ökonomie zusammen. Hier soll in langjährigen Untersuchungen herausgefunden werden, unter welchen Bedingungen sich Kinder und Jugendliche gut entwickeln können und wie sich Fehlentwicklungen korrigieren lassen.

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