Dem Kyburglauf droht ein Numerus clausus

Das Interesse am Kyburglauf, der morgen zum 33. Mal stattfindet, ist ungebrochen. Die Läuferzahl ist mittlerweile so gross, dass die Organisatoren über eine Beschränkung nachdenken.

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Der traditionelle Kyburglauf wird von Läufern fast überrannt. «Mit 850 Teilnehmern haben wir letztes Jahr das obere Limit erreicht», sagt Ernst Frei, der vor gut zwei Jahren als OK-Präsident einsprang, als dem Lauf nach der 30. Austragung das Aus drohte. Die Läufer sind den Einwohnern mittlerweile doppelt überlegen. Im Zielgelände, auf den Parkplätzen und bei den Toiletten wird es dadurch langsam eng. «Wir haben halt keine grosse Infrastruktur zur Verfügung», sagt Frei. Daher haben die Organisatoren reagiert und die Werbung für den Lauf auf das absolute Minimum reduziert.

Grosser Respekt vor Treppe Genützt hat es allerdings herzlich wenig. Laut Frei haben sich schon mehr Läufer angemeldet als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Wenn das Wetter mitspielt, kommen am Lauftag selber zudem regelmässig noch 100 bis 150 Spontanteilnehmer hinzu. Wenn die Anmeldungen künftig weiter ansteigen, sehen sich die Organisatoren zum Handeln veranlasst. «Dann müssen wir vielleicht einen Numerus clausus einführen», sagt Frei. Allerdings fände er es auch schade, wenn sich wegen einer Teilnehmerbeschränkung dann keine Läufer mehr spontan anmelden könnten.  Abschreckung genug sind offenbar auch die 450 Stufen am Schluss des zehn Kilometer langen Hauptrennens nicht mehr. Allerdings ist die unebene, rutschige Naturtreppe hinauf zum Schloss Kyburg auch für Profis nicht ganz ohne. «Einige scheuen den Lauf deswegen. Der Respekt ist gross», sagt Frei. Verletzungen gibt es trotzdem kaum. Letztes Jahr stürzte eine Läuferin – aber auf einem Weg bergab.

Startschuss morgen Einige Teilnehmer reisen extra aus Deutschland an, die meisten stammen aber aus der näheren Umgebung. Auch die lokale Politprominenz rennt gerne mit. So hat sich etwa Regierungsrat Martin Graf (Grüne) aus Effretikon angemeldet. In Anspielung auf die Regierungsratswahlen im kommenden Frühling meint Frei: «Bei uns hat er es locker. Der grössere Wettkampf folgt erst noch.» Daneben sind etwa auch der Illnau-Effretiker CVP-Parlamentarier Markus Hürzeler und der Kyburger Gemeinderat Thomas Schumacher mit von der Partie.  Der Startschuss für die Schülerrennen mit einer Länge von 700 Metern bis 2,6 Kilometer erfolgt morgen Samstag ab 13 Uhr. Die Grossen werden dann ab 15 Uhr unter anderem auf die Panorama- und die Hauptstrecke geschickt. Speziell ist in Kyburg auch der Finisherpreis. Die Läufer erhalten im Ziel nicht bloss ein T-Shirt.

Erstellt: 07.11.2014, 00:00 Uhr

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