Vermisste nach 42 Jahren gefunden – dement im Heim

1975 ist eine Amerikanerin spurlos verschwunden, nachdem sie ihr Mann beim Arzt abgesetzt hat. Per Zufall hat die Polizei die heute 78-Jährige nun ausfindig gemacht.

42 Jahre lang vermisst: Flora Stevens mit zwei Polizisten, die sie wiedergefunden haben.

42 Jahre lang vermisst: Flora Stevens mit zwei Polizisten, die sie wiedergefunden haben. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Flora Stevens aus der Nähe von New York City ist im Jahr 1975 mit 36 Jahren verschwunden, jetzt hat die Polizei die Vermisste durch einen Zufall in einem Altersheim ausfindig gemacht. Sie ist heute eine demente, 78 Jahre alte Frau.

In dem Heim sprach sie nie mehr als zwei Wörter am Stück. Doch als man ihr ein Foto von Flora Stevens aus dem Jahr 1975 zeigte, deutete sie darauf und rief: «Ich!» Das Altersheim führte sie unter dem Namen Flora Harris. Die Polizei verwies am Donnerstag dazu auf Medienberichte.

In verschiedenen Heimen gelebt

Die medizinischen Unterlagen von Flora Harris gingen zurück bis Ende der 1980er-Jahre. Sie zeigen, dass sie in einem Spital in New York City war und danach in mehreren Altersheimen lebte. Durch ihre Demenz kann auch sie selbst die Lücke zwischen 1975 und dieser Zeit nicht schliessen – wo sie war, wird wohl ein Rätsel bleiben.

Am 3. August 1975 war Flora Stevens von ihrem Ehemann zu einem Arzttermin im Kreisspital von Monticello (Bundesstaat New York) gefahren worden, wie es in US-Berichten hiess. Als er wiederkam, um sie abzuholen, war sie nicht mehr da. Er meldete sie als vermisst.

Über die Jahre sahen sich die Ermittler den Vermisstenfall immer wieder an, fanden jedoch partout keine Spuren: Flora Stevens blieb verschwunden – bis zu diesem Jahr.

Da erhielt die lokale Polizei in Monticello einen Anruf von Ermittlern des Bundesstaats: Man habe sterbliche Überreste einer Frau gefunden, die auf die Beschreibung von Flora Stevens passten. Also suchten sie nach Verwandten der Vermissten, um mit einer DNA-Probe die Identität der Toten zu klären.

Sozialversicherungsnummer benutzt

Dabei machten sie einen Zufallsfund: Obwohl Stevens verschwunden war, benutzte jemand ihre Sozialversicherungsnummer – im benachbarten Bundesstaat Massachusetts. Zwei Ermittler fuhren über die Grenze und fanden sie schliesslich in dem Altersheim.

Obwohl sich der Fall wohl nie völlig aufklären lässt, zeigte sich der Sheriff von Monticello zufrieden: «Die Hauptsache ist, zu wissen, dass es Flora gut geht.» (kfi/sda)

Erstellt: 27.10.2017, 14:20 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Newsletter

Das Beste der Woche.

Endlich Zeit zum Lesen! Jeden Freitagmorgen Leseempfehlungen fürs Wochenende. Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.