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Ab Donnerstag neu im Kino

The Interview

Zwei US-Journalisten (Seth Rogen, rechts, und James Franco, Mitte) erhalten die Chance, den nordkoreanischen Diktator Kim zu interviewen. Der Geheimdienst CIA bittet die beiden, Kim bei der Gelegenheit doch gleich umzubringen. Doch das läuft schief und die beiden Journalisten stolpern durch das Chaos. Dabei freundet sich Dave (Franco) mit dem einsamen Kim an, entdeckt Parallelen wie einen lieblosen Vater und die Vorliebe für Popstar Katy Perry.

Die Story von «The Interview» mit ihren absurden Wendungen ist durchaus unterhaltsam. Wer nach dem politischen Wirbel um den Film – die US-Regierung machte Nordkorea für einen Hackerangriff auf das firmeninterne Netzwerk von Sony verantwortlich – eine ernst zu nehmende Satire erwartet, wird allerdings enttäuscht. Die Regisseure Evan Goldberg und Seth Rogen inszenieren vielmehr eine kurzweilige Groteske, die immer wieder ins Klamaukige abgleitet. Der 32-jährige Rogen, der am Drehbuch mitschrieb und eine der beiden Hauptrollen übernahm, ist von Komödien wie «Bad Neighbors» bekannt (Kiwi 7 und Maxx 3, Deutsch). dpa

Jupiter Ascending

Lana und Andy Wachowski erzählen die Geschichte eines modernen Aschenputtels, das zur Prinzessin aufsteigt. Jupiter Jones (Mila Kunis, Bild) arbeitet als Tochter russischer Emigranten in Chicago als Putzfrau, nicht ahnend, dass sie das genetische Ebenbild des verstorbenen Familienoberhaupts eines der wichtigsten Adelsgeschlechter des Universums ist und ihr deshalb als Erbe die Erde zustünde. Dieses Erbe beanspruchen aber auch die drei verzogenen Kinder der ­ermordeten Clan-Chefin, Balem (Eddie Redmayne), Kalique (Tuppence Middleton) und Titus (Douglas Booth).

Der Planet wurde einst von den Herrschern mit den Menschen bevölkert, um sie als Ressource für ein Genmittel zu verwenden, das den Adligen ewige Jugend bringt. Zum Glück kommt der kloputzenden, stets perfekt geschminkten Schönheit ein mysteriöser Fremder zu Hilfe – der genetisch manipulierte Ex-Söldner Caine (Channing Tatum, Bild). Fulminanten Kampfszenen in atemberaubenden Bildern stehen auf der Ebene der erzählten Geschichte viele Klischees ge­gen­über (Kiwi 1/3 und Maxx 1, Deutsch). dpa

Mitten ins Land

In der lyrischen Porträt-Collage «Mitten ins Land» ist der Berner Mundartautor Pedro Lenz (Bild) nicht nur einer von sieben Porträtierten, neben zwei Kellnerinnen, einem Strassenputzer, einer Lokomotivführerin, einem Jungpolitiker und einem Entsorgungsspezialisten. Mit seinen Gedichten liefert Lenz auch die Sprachmelodie zu den Kurzporträts. Das Ganze ist ein relativ heterogenes Patchwork – der Berner würde es «Chrüsimüsi» nennen.

Volkan Inler, Bruder des Fussballers Gökhan Inler, sorgt mit seinem gelben Putzwägelchen dafür, dass Olten nicht vermüllt. Marcel Hotz sondiert in Kölliken den Sondermüll, die Lokomotivführerin Jean­nine Kiefer schwärmt von der Freiheit in der Führerkabine, SP-Nationalrat Cédric Wermuth gondelt im Auto durch die Landschaft und stellt Wahlplakate auf. Mitunter sind die Schnitte zwischen den Porträts hart, hat das Vorherige mit dem Nachfolgenden nichts zu tun. Da hält dann oft nur noch Lenz’ Sound das Ganze zusammen. So steht und fällt denn diese Hommage an das Mittelland mit Pedro Lenz und seinen Texten (Loge 2, Dialekt). sda

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