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Ab Mittwoch läuft es richtig rund im Effretiker Zen­trum

Die Planung für den Kreisel im Effretiker Zen­trum begann bereits vor 15 Jahren, nun ist er endlich da. Freie Fahrt geniesst der Verkehr zwar erst ab Mittwoch, schon gestern lud die Stadt aber zu einer kleinen Einweihungsfeier.

Das lange Warten auf den neuen Effi-Märt-Kreisel in Effretikon hat ein Ende: Gestern Nachmittag lud die Stadt Illnau-Effretikon Beteiligte und Direktanstösser zu einer kleinen Einweihungsfeier. Als Entschädigung für die Einschränkungen während der zehnmonatigen Bauphase gab es auf der Baustelle vor dem Stadthaus Würste, Suppe und Getränke. Die Kreiselplanung begann bereits 1999. Doch dann kamen das Zen­trumsprojekt Mittim und weitere Baustellen in die Quere, sodass sich der Baustart für den Kreisel immer wieder verzögerte, bis es Ende Januar 2014 endlich so weit war. Dafür gingen die eigentlichen Arbeiten flott über die Bühne. «Wir sind sogar einen Monat früher fertig als geplant», sagte Stadtingenieur Dieter Fuchs am Rande der Einweihungsfeier. Auch Markus Allenspach vom kantonalen Tiefbauamt – der vierte Projektleiter im Laufe der Zeit – zog ein positives Fazit: «Es ist alles zu einem guten Ende gekommen.» Auch das Wetter habe mitgespielt. Letztlich sei man ohne grosse Nacht- und Wochenendarbeiten ausgekommen. Einzige Ausnahme: Für den Einbau des Deckbelags musste die Strasse an einem Wochenende in den Herbstferien komplett für den Verkehr gesperrt werden. Letzter Schliff noch nötig Nun stehen noch letzte Fertigstellungsarbeiten an. So sollen in der Kreiselmitte etwa noch Gräser und Blumen gepflanzt werden. Für den ästhetischen Aspekt ringsherum sorgen wellenförmig angeordnete Lamellen. Den Wettbewerb für die Gestaltung hatte ein Student der Landwirtschaftsarchitektur gewonnen. Erstmals richtig rund läuft der Verkehr ab kommendem Mittwoch um 5 Uhr morgens durch den Kreisel. «Dann räumt das kantonale Tiefbauamt alles ab», sagte Fuchs. Auch die Busse werden danach wieder normal verkehren. Die Haltestelle Zen­trum wird zudem wieder bedient. Das Projekt beinhaltete nicht nur den neuen Kreisel. Im Kreuzungsbereich wurden auch diverse Werkleitungen neu verlegt. Zudem wurde ein neuer Kanal erstellt. Allerdings ist dieser noch nicht ganz dicht. «Dies ist eines der letzten Probleme, die es noch zu lösen gilt», sagte Stadtingenieur Fuchs. Uneinig ist man sich auch noch darüber, wann die beiden Lichtsignale beim Kreisel für die Busbevorzugung in Betrieb genommen werden sollen. «Ich nehme doch keine Kopfwehtabletten, bevor das Problem wirklich besteht», sagte Fuchs. Doch die Verkehrsbetriebe drängen auf ein schnelles Einschalten. Daneben wurde auch der Abschnitt der Rikonerstrasse zwischen Stadthaus und Kreisel mit neuen Fussgängerinseln, neuen Gehwegen und neuen Bäumen aufgewertet. Der neue überfahrbare Mehrzweckstreifen in der Strassenmitte wird erst im nächsten Frühling komplett aufgemalt, damit er nicht gleich vom Winterdienst in Mitleidenschaft gezogen wird. Bei der Beleuchtung ist Illnau-Effretikon derweil ein Pionier: «Wir gehören zu den Ersten mit LED-Leuchten auf einer Kantonsstrasse», sagte Fuchs. Der Kanton sei in dieser Hinsicht noch eher zurückhaltend. Die Gesamtkosten von rund 3,8 Millionen Franken für das Projekt teilen sich Stadt und Kanton zu fast gleichen Teilen. Laut Fuchs liegt man mit den Aufwendungen unter dem Kredit. Zweiter Kreisel könnte folgen Die Chancen, dass die Planungsphase für den nächsten Kreisel kürzer ausfallen wird, stehen derweil gut. Der während der Bauzeit provisorisch markierte Minikreisel bei der Kreuzung Illnauer-/Grendelbachstrasse bleibt nämlich vorerst erhalten. «Falls nötig, bis wir eine definitive Lösung für einen Kreisel haben», sagte Fuchs. Fabio Mauerhofer

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