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Absinth kommt nur noch aus dem Val-de-Travers

bern. Absinth wird vom Bund in den Status eines geschützten Produkts erhoben – zum Ärger einiger Brennereien.

Das Bundesamt für Landwirtschaft hat die Eintragung von Absinth als «geschützte geografische Angabe» bestätigt. Das Eintragungsgesuch für die Bezeichnungen «Absinthe», «Fée verte» und «La Bleue» hatte das Bundesamt zwar bereits im März 2010 veröffentlicht. Während der Rekursfrist seien aber 42 Einsprachen eingegangen – so viele wie noch nie. 20 kamen aus dem Ausland. Gegen die Eintragung wehrten sich aber auch Brennereien aus der Schweiz, die Absinth herstellen.

Die Einsprachen drehten sich etwa um die Frage, ob es sich bei der Bezeichnung «Absinthe» nicht eher um eine Gattungsbezeichnung handelt. Im Französischen bezeichnet das Wort das Wermutkraut. Der Verband Französischer Spirituosenproduzenten (FFS) wehrte sich mit der Begründung gegen die Aufnahme ins Register, die Bezeichnung «Absinthe» dürfe nicht der Schweiz vorbehalten sein.

Mit der Aufnahme ins Register der geografischen Angaben darf ein Begriff nur noch von den Produzenten im entsprechend definierten geografischen Gebiet verwendet werden – in diesem Fall im Val-de-Travers. Die Vereinigung der dortigen Absinth-Produzenten zeigte sich prompt «sehr erfreut» über das zugesprochene Monopol. Laut Vizepräsident Yves Kübler dürfte sich die Ausgangslage in der Schweiz nicht grundlegend ändern, da bereits 80 Prozent der Absinth-Produktion aus dem Tal stammten. (sda/red)

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