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Absolventen sind gefragt

Die Zahl der Studienabgänger an der Hochschule für Technik (HSR) hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt. Trotzdem sind die Zukunftsaussichten für die Studierenden rosig. Der Trend geht zum Teilzeitstudium.

Mit jedem Jahr wird sie län­ger, die Liste der Frischdiplomierten an der Hochschule für Technik ­ in Rapperswil (HSR). An der letzten Abschlussfeier zählte Rektor Hermann Mettler rund 400 junge Erwach­sene. «Das sind fast doppelt so viele wie noch vor zehn Jah­ren», sagt er. Im Abschlussjahrgang 2003/04 waren es 199 Stu­die­rende. Diese Zunahme zeigt: Das Interesse an Berufen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissen­schaf­ten und Technik (sogenannten Mint-Berufen) ist unter den Studierenden gross. Auch auf dem Arbeitsmarkt seien jene Fachkräfte ge­frag­ter denn je, sagt Mettler. Er weiss: Die Absolventen seiner Hoch­schule haben keine Mühe, nach ihrem Studium eine feste Anstellung zu finden. Eine systematische Erhebung dazu gibt es an der HSR erst seit kurzem. Es ist jedoch üblich, dass Dozierende sich nach den Prüfungen über die Zukunftspläne ihrer Studenten informieren. «98 bis 100 Prozent haben eine feste Stelle in Aussicht», sagt Mettler.

Mehrere Stellen zur Auswahl

Gemäss dem Rektor können die Absolventen meist zwischen drei und fünf Stellenangeboten aus­wäh­len. Der Bedarf an Fachkräften, wie sie an der HSR ausgebildet werden, werde noch weiter zunehmen, prognostiziert er: In der Schweiz zeichne sich ein grosser Ingenieurmangel ab.

Die Entwicklung an der HSR stimmt mit der jüngsten Hoch­schul­befragung des Bundes­am­tes für Statistik von 2013 überein. Unter den Diplomierten der Fach­hochschulen Ostschweiz (FHO), zu welchen auch die HSR ge­hört, herrscht ein Jahr nach Stu­dien­abschluss eine hohe Er­werbs­quote: In den Fachrich­tun­gen Architektur/Bau- und Pla­nungs­wesen sowie Technik und IT haben 94 beziehungsweise 86 Prozent der Absolventen nach einem Jahr einen festen Job.

Studieren und arbeiten

An der HSR beobachtet Mett­ler seit einigen Jahren eine Tendenz zum Teilzeitstudium. Immer mehr Studenten arbeiten zwei Tage die Woche im erlernten Beruf und büffeln drei Tage an der HSR. Die Hochschule hat sich diesem Bedürfnis angepasst und Musterstundenpläne für Teilzeitstudierende ausgearbeitet.

Beliebt sind auch die neue­ren Stu­dien­angebote an der HSR. ­ Sie generieren neue Berufs­bil­der: Diesen Herbst startete der Stu­dien­gang Wirtschaftsingenieurwesen. Er vereint die Dis­zi­pli­nen Technologie und Wirtschaft. Eben­falls sehr gefragt ist der Studien­gang «Erneuerbare Energien und Umwelttechnik», welcher vor vier Jahren eingeführt wurde. Der Studiengang erlebte zum Auftakt einen regelrechten Boom mit über 100 Studieneintritten, 2013/14 waren es rund 50.

«Kick-off» für Karriere

Die HSR bot ihren Studierenden heuer ein neues Angebot, um sich für ihre berufliche Zukunft zu rüs­ten: An der «langen Nacht der Karriere» konnten sie ihre potenziellen Arbeitgeber in einem spielerischen Umfeld kennen lernen.

Ramona Kriese Seite 3

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