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Accu Holding verdoppelt Umsatz beinahe

Die Industriegarne helfen der Accu Holding auf die Sprünge. Die Industrie-Holding steigerte den Umsatz in der ersten Jahreshälfte 2014 gegenüber der Vergleichsperiode dank der im Frühling 2013 übernommenen Garn-Herstellerin Nexis um 87 Prozent auf 70,9 Mio. Franken.

Im hart umkämpften Markt habe die Accu-Tochter dank rezyklierbaren Industriegarnen und einer positiven Entwicklung der Airbag- und Reifenherstellung ihre Stellung ausgebaut, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Auch der Kauf der Firma Twista Anfang 2013, welche auf das Zwirnen von Garnen spezialisiert ist, habe sich positiv ausgewirkt.

Weniger gut entwickelte sich hingegen das Geschäft der in der Oberflächentechnologie tätigen Tochter RCT. Die Auslastung sei trotz Entlassungen und anderen Restrukturierungsmassnahmen noch immer ungenügend. Dank einer Verlagerung eines Teils der Produktion von Deutschland in die Slowakei zeichne sich aber allmählich eine Erholung ab.

Das insgesamt hohe Umsatzwachstum wirkte sich auf die übrigen Kennzahlen aus. Der Betriebsgewinn (Ebitda) der Accu Holding wuchs um 149 Prozent auf 5,2 Mio. Fr. und unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von 1,4 Mio. Franken - gegenüber 0,7 Mio. Fr. im ersten Halbjahr 2013.

Weitere Übernahmen geplant

Für das ganze Geschäftsjahr 2014 zeigte sich Accu zuversichtlich, die Ziele zu erreichen. Man peile weiterhin einen Umsatz von 130 Mio. Fr. und einen Reingewinn von 3,5 Mio. Fr. an.

Auch am Expansionskurs der letzten Jahre will das aus dem Batteriehersteller Accu Oerlikon hervorgegangene Unternehmen festhalten. Man prüfe, weitere Oberflächentechnologie-Firmen zu kaufen.

Zum laufenden Verfahren der Börsenaufsicht wegen möglicher Verletzung der Meldepflichten wurde im Communiqué nichts direkt erwähnt. Die SIX Exchange Regulation hatte im Juli angekündigt, Abklärungen im Zusammenhang mit dem verspäteten Geschäftsbericht 2013 vorzunehmen.

Das von Marco Marchetti geführte Unternehmen hatte im April unter anderem einen Rechtsstreit wegen der Übernahme der Nexis Gruppe als Grund für die Verspätung genannt. Zudem habe es Nachverhandlungen über den Kaufpreis der 2011 übernommen RCT-Gruppe gegeben.

Im Halbjahresbericht hiess es dazu, der Rechtsfall im Zusammenhang mit der Nexis-Übernahme sei weiterhin hängig. Die Verhandlungen im Zusammenhang mit dem RCT-Kauf seien hingegen abgeschlossen.

(sda)

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