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Acht Jahre Zeit für neuen Plan

Der Kanton hat entschieden, dass die Stadt Wetzikon die Badi Auslikon am Pfäffikersee für weitere acht Jahre betreiben darf. Ein eingereichtes Bauprojekt der Stadt beurteilte er negativ.

Das Datum hing wie ein Damoklesschwert über der Badi Auslikon: Im März 2015 läuft die Ausnahmebewilligung aus, dank der die Stadt Wetzikon in Auslikon eine Badi inmitten des Naturschutzgebiets betreiben darf. Jahrelang hatten die Wetziker Behörden beim Kanton auf eine vorzeitige Erneuerung der Bewilligung gedrängt – und am besten unbefristet. Der Erfolg blieb aus. Nun jedoch hat der Kanton reagiert – und entschieden, dass die Badi und der benachbarte Campingplatz weitere acht Jahre betrieben werden dürfen.

Entscheid erzwungen

Damit ist der schlimmste Fall abgewendet. «Ohne Verlängerung wäre es mit dem Badibetrieb vorbei gewesen», sagt Cemi Thoma, Leiter der Abteilung Sport und Jugend bei der Stadt. «Wir standen stark unter Druck.» Dennoch ist er nur bedingt zufrieden. «Natürlich hätten wir uns einen definitiven Entscheid gewünscht.»

Die Verlängerung der Bewilligung um acht Jahre gebe aber Luft, eine Lösung für Badi und Campingplatz zu finden und eine definitive Bewilligung vom Kanton zu erhalten. Thoma ist zuversichtlich, dass dies dereinst auch passieren wird. «Es gab keinen grundsätzlichen Einwand gegen den Betrieb an diesem Standort.»

Thoma hatte den Entscheid des Kantons mit einem Baugesuch erzwungen. Die Stadt plant, Kiosk, Umkleide- und Campinggebäude abzureissen und durch Neubauten zu ersetzen. Im Rahmen dieses Bewilligungsverfahrens stellte die Gemeinde die Grundsatzfrage. Eine Antwort hat sie erhalten, aber zugleich hat sie für ihre Neubaupläne eine Abfuhr kassiert. Das Projekt entspricht nicht den geltenden Bestimmungen: Das geplante zweistöckige Badegebäude stehe zu nah am Wasser. Die Stadt muss ein neues Bauprojekt entwickeln.

Begrenzter Schaden

Der Schaden hält sich in Grenzen. Thoma hat bewusst kein ausgear­bei­te­tes Bauprojekt eingereicht, sondern eines in groben Zügen. «Das hat sich für uns ausbezahlt. Andernfalls hätten wir Geld in den Sand gesetzt.» Mittlerweile stehe man ohnehin nicht mehr hinter dem Projekt: «Es wäre zu teuer gewesen, an der Urne hätte ein Nein gedroht.» Thoma spricht von rund drei Millionen Franken. Nun strebe man ein redimensioniertes Projekt an.

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