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Action für den grossen Tag – neuer Jugendraum vor Eröffnung

Bohren, Sägen, Schrauben – seit einem Jahr arbeitet die Jugendarbeit Embrach mit Schülern und Lehrlingen ab 16 Jahren am neuen Raum beim Bahnhof. Zehn Jugendliche haben sich besonders ins Zeug gelegt.

Einige Treppenstufen führen hin­ab ins Kellergeschoss unter der Bibliothek. Hier öffnet sich ein 80 Quadratmeter grosser Raum, an der Kopfseite mit grossen Wandspiegeln versehen, Laminat auf dem Boden, im Eingangsbereich weisse Fliesen. Eine Bar gibt es auch, ausserdem eine Küche und eine Chill-Ecke mit zwei Sofas. Der gut ausgestattete Jugendraum, der nach frischer Farbe riecht, war noch vor einem Jahr ein muffiges Lager mit Betonboden. Doch dann rückten die beiden Jugendbeauftragten Stefan Bächli und Irene Pace gemeinsam mit rund 40 Jugendlichen zwischen 16 und 20 Jahren an. Von Anfang an mit Säge, Pinsel, Hammer und Elan dabei waren zehn Jugendliche, die auch heute die letzten Vorbereitungen für die Eröffnungsfeier treffen. Einige schleppen Taschen mit Knabbereien und Getränken herbei, andere justieren die Musikanlage, und bald schallt Musik durch die Räume. Dämmplatten an der Decke sorgen dafür, dass nichts hallt, wenn eine Party steigt oder DJs, Bands und Tanzgruppen hier proben. «Wir haben alles selbst renoviert», erzählt Stefan Bächli. «Nur für die Elek­trik kam ein Fachmann.» Die 19-jährige Laura Cattaneo und die 20-jährige Tamara Aeberli sind seit sechs Jahren in der Jugendgruppe dabei. «Hier haben wir einen tollen Probenraum zum Tanzen.» Denn mit fünf anderen Mädchen aus Embrach sind sie die Tanzgruppe «Angels and Devils», die Tänze von Hip-Hop bis Reggae einstudiert. Beim Renovieren haben sie andere Talente gezeigt, nämlich die Wände geweisst und bemalt. Tamara deutet auf die grossen schwarzen Blumen und Muster. «Wir haben die Bilder per Hellraumprojektor an die Wand geworfen und dann abgezeichnet.» Laura, die derzeit eine Weiterbildung zur technischen Kauffrau macht, findet: «Der Raum ist toll geworden.» Tamara, medizinische Praxisassistentin mit dem Plan, vielleicht einmal Medizin zu studieren, verschwindet derweil mit anderen Mädchen in der Küche, um den Eisschrank anzuschliessen. Für die älteren Jugendlichen Die fünf männlichen Kollegen machen sich an einem grossen Paket zu schaffen. Der 16-jährige Marc Gmür verrät: «Das ist der Töggelikasten. Den bauen wir auf, und dann ist alles fertig.» Marc fotografiert in seiner Freizeit, was Stefan Bächli auf die Idee bringt: «Wir könnten hier einmal eine Fotoausstellung organisieren.» Marc plant aber noch mehr. Gemeinsam mit seinem 17-jährigen Kollegen Tinh Nguyen tanzt er Breakdance und möchte einen Film dar­über drehen. Damit wird auch klar, weshalb der neue Jugendraum nötig war: «Er ist für Jugendliche ab 16 gedacht. Unser zweiter Raum an der Hungerbühlstrasse ist für die 11- bis 16-Jährigen. Die Interessen dieser Altersgruppen sind einfach unterschiedlich.» Auch freies WLAN gibt es im Jugendraum. Doch Marc meint kritisch: «Es lockt die Leute an. Aber es wäre nicht gut, wenn alle nur auf ihre Handys starrten.» Pannen gab es natürlich auch. «Einer der Wandspiegel ist nach der Montage wieder abgefallen», sagt Stefan Bächli und fügt pragmatisch hinzu: «Die abgesplitterte Stelle übermalen wir einfach.» Eröffnung morgen Freitag, 27. Juni, ab 18 Uhr. Unter der Bibliothek, Rheinstrasse 21. www.m-brach.ch

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