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AKW Leibstadt kämpft weiterhin gegen Bakterien im Kühlwasser

Das Atomkraftwerk Leibstadt im Kanton Aargau kann seinen Kampf gegen die gefährlichen Legionellen-Keime im Hauptkühlwasser bis Anfang September weiterführen. Die Behörden bewilligten das Gesuch des AKW-Betreibers, Natriumhypochlorit (Javelwasser) einsetzen.

Die Zahl der Legionellen im Hauptkühlwasser des AKW sei "nach wie vor zu hoch", teilte das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) am Mittwoch auf seiner Website mit.

Das Bundesamt für Gesundheit, das Bundesamt für Umwelt, der Kanton Aargau und das deutsche Landratsamt Waldshut stimmten einer befristeten Verlängerung bis Anfang September zu.

Auch bei der neuen Freigabe müssten unter anderem die Einleitbedingungen nach der Gewässerschutzverordnung und die Bewilligung des Bundesrates zur Entnahme und Einleitung von Kühlwasser eingehalten werden, wie das ENSI festhält.

Das Kühlwasser und die stark verdünnte chemische Substanz werden letztlich in den Rhein geleitet.

Die Atomaufsichtsbehörde hatte erstmals im Sommer 2011 gestützt auf die Stellungnahmen der fachlich zuständigen Behörden einem einmaligen Einsatz von Bioziden gegen Legionellen zugestimmt. Seither wurde die jeweils befristete Freigabe zwei Mal verlängert.

Legionellen sind im Wasser lebende Bakterien, welche die Legionärskrankheit hervorrufen können. Es handelt sich um eine Lungenentzündung, die einen lebensgefährlichen Verlauf nehmen kann.

(sda)

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