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Allerley Wundersames vor dem Schlosse

Zauberer, Gaukler und historische Schausteller bevölkerten am Wochenende den grossen Mittelaltermarkt in Laufen am Rheinfall. Davon liessen sich nicht nur Mittelalterfans begeistern.

«Wer möchte beim grossen Zauberer Piccolo das Zauberhandwerk erlernen?», fragte der altertümlich gewandete Mann in die Runde. Nervöses Kichern unter den vielen Kindern, bis schliesslich ein Junge, durch einen kräftigen Schubs seiner Schwester ermutigt, auf die Bühne kletterte. Jetzt begann die Zaubershow erst richtig. Flaschen verschwanden, Spielkarten wechselten auf unerklärbare Weise ihre Farbe und Knoten lösten sich wie von Zauberhand. Der Zauberer Piccolo erntete mit seiner Show nicht nur bei den Kindern viele Lacher. Er war eine der Attraktionen des grossen historischen Schlossfestes, das am Wochenende in Laufen am Rheinfall stattfand.

Über fünfzig Schausteller, Händler und auf die Neuinszenierung historischer Ereignisse spezialisierte Gruppen waren auf dem Platz vor dem Schloss versammelt. Hier konnte man altes Handwerk erleben und zusehen, wie Papier geschöpft, Metall geschmiedet oder Holz gedrechselt wurde. Zudem gab es mittelalterliche Gewandung, Trinkhörner und Kräuterweine zu erwerben. Und immer wieder fanden musikalische Darbietungen statt.

Das mittelalterliche Lagerleben demonstrierten sogenannte Reenactmentgruppen. Sie zeigten den Besuchern, wie im Mittelalter gekocht, gehaushaltet und gekämpft wurde. Gleich selber Hand anlegen durfte man zum Beispiel beim Pfeilbogenschiessen. Für die Kinder wurde ebenfalls viel geboten: Neben der Zaubershow gab es einen Geschicklichkeitsparcours, ein Kinderturnier und Bastelangebote.

Belehren und unterhalten

Mittelalterfeste erfreuen sich seit einigen Jahren grosser Beliebtheit. Während bei den einen die Wissensvermittlung im Vordergrund steht, geht es bei anderen vor allem um den Unterhaltungswert. Das Mittelalterspektakel in Laufen am Rheinfall positionierte sich irgendwo in der Mitte. Die Schausteller waren um ein authentisches Auftreten bemüht. Trotzdem liess man sich humorvolle Seitensprünge nicht nehmen und zeichnete alles in allem ein wohl allzu harmonisches, idyllisches und sauberes Bild eines mittelalterlichen Marktes. Das Fest gefiel aber durch seine stimmungsvolle Inszenierung. Die Verkaufsstände und das Lager zeichneten sich durch eine grosse Liebe zum Detail aus. Die Getränke wurden stilecht im Tonkrug, das Essen im Holzgeschirr serviert.

Ein bunt gemischtes Volk von Rheinfalltouristen, Familien und Mittelalterfans schlenderte an den Ständen vorbei, bestaunte die filigranen Glasperlen oder gefährlich aussehenden Damastmesser, genoss eine erfrischende Honigweinschorle und liess sich von Pauken und Schalmei zum Mitwippen verführen.

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