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Alles für das Regenbogentrikot

Florenz. An der Strassen-WM, die zum 13. Mal in Italien stattfindet, richtet sich der Schweizer Fokus einmal mehr klar auf Fabian Cancellara.

Der Start zur WM erfolgt morgen Sonntag mit den Mannschaftszeitfahren der UCI-Teams. Dabei fahren die Radprofis nicht für ihre Nationen, sondern für ihre Arbeitgeber. Dieser Wettkampf steht zum zweiten Mal in Folge im Programm. Früher waren die Nationalmannschaften in Viererteams gegeneinander angetreten, nun absolvieren pro Rennstall sechs Profis das Rennen, das bei den Männern über 57,2 km führt.

Zwei Schweizer sind bei den Männern für das Team-Zeitfahren gemeldet. Fabian Cancellara soll für Radio-Shack-Leopard ein gutes Resultat herausfahren. Mit dem Zeitfahren-Spezialist gehört das luxemburgische Team zumindest zu den Medaillenanwärtern. Zweiter gemeldeter Schweizer ist Michael Schär, der bei BMC auf der Startliste steht. Das Rennen steht nicht nur den 19 World-Tour-Mannschaften offen, sondern auch den zweitklassigen Teams. IAM Cycling jedoch, die einzige Schweizer Profimannschaft, verzichtet auf einen Start.

Nach dem Auftakt treten die Fahrerinnen und Fahrer ab Montag für ihre Nationen an. Höhepunkt ist das Strassenrennen der Männer zum WM-Abschluss am Sonntag in einer Woche. Über die 272,3 Kilometer durch die Toskana und rund um Florenz will Cancellara zum ersten Mal Strassenweltmeister werden. Bisher hatte der Berner zwischen 2006 und 2010 viermal «nur» Zeitfahren-Gold gewonnen. Cancellara könnte gar Doppel-Gold anstreben. Aber ob der Berner vier Tage vor dem Strassenrennen auch im Kampf gegen die Uhr antritt, ist offen.

Cancellara ordnet alles dem Traum vom Regenbogentrikot unter. Er ist zwar zusammen mit Reto Hollenstein für das Zeitfahren gemeldet, über eine Teilnahme entscheidet er jedoch kurzfristig. Ausschlaggebend dürfte seine Verfassung nach dem Team-Zeitfahren sein. Fühlt er sich fähig, das Zeitfahren zu gewinnen, dürfte er antreten. «Nur» zur Vorbereitung auf das Strassenrennen und ohne grosse Chance auf den Sieg dürfte er es dagegen sein lassen. Die Konkurrenz jedenfalls ist gross: Als Favoriten gelten Titelverteidiger Tony Martin aus Deutschland und der Brite Bradley Wiggins. Mit seinem Sieg im Zeitfahren der Vuelta bewies Cancellara jedoch, dass er gut in Form ist. (si)

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