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Als spielte eine andere Mannschaft

Erstmals schossen die Kloten Flyers den ersten Treffer, die 3:0-Führung reichte, um gegen Davos einen 3:2-Sieg über die Zeit zu retten.

Die 5638 Zuschauer in der Kolping-Arena trauten ihren Augen nicht: Erst 15 Sekunden waren gespielt, und die Kloten Flyers führten gegen den HC Davos bereits 1:0. Nicht das frühe Tor alleine war bemerkenswert, es gab noch viel mehr Erwähnenswertes. Das waren der Reihe nach: Im elften Meisterschaftsspiel erzielten die Flyers erstmals den ersten Treffer; mit Tommi Santala schoss das Tor einer, der vorher noch nie getroffen hatte. Und im Gegensatz zur letzten Führung nach dem ersten Drittel, dem 2:0 vom 7. September in der Champions League gegen Jyväskylä, brachten die Flyers den Match zu einem guten Ende. Gegen die Finnen hatten sie noch in der Verlängerung verloren. Ein Punktverlust wäre am Ende auch noch gegen Davos möglich gewesen. Aber gegen den ehemaligen Leader führten die Flyers nicht nur 2:0, sondern sogar 3:0. Nach diesem Tor nach 22 Minuten aber stellten sie die Produktion in der Offensive ein. Und dar­um gerieten sie in den letzten Minuten nochmals arg in Bedrängnis. Einer aber behielt die Übersicht: Martin Gerber im Tor machte so manche Grosschance der Davoser noch zunichte. Kaum Fehler Und so ging der Abend ein bisschen ähnlich zu Ende wie die letzten Viertelfinalpartien im Frühjahr zwischen diesen Teams (und gar nicht so wie beim ersten Saisonduell, dem 8:3 für den HCD in Davos). Die Klotener fighteten höchst engagiert «und wir reduzierten die Durchhänger auf ein Minimum», wie Trainer Felix Hollenstein einen wichtigen Aspekt des Abends sah. Sein Team beging kaum Fehler. Und hinterliess im bisher besten Saisonspiel, das den dritten Sieg in Folge brachte und überhaupt den vierten mit dem stets gleichen Resultat (schon gegen Ambri, gegen Rapperswil und gegen Lugano hatten die Flyers 3:2 gewonnen), den Eindruck, als würde zeitweise eine ganz andere Mannschaft spielen. Da war eben dieser besondere Start. Tommi Santala, nach einer Woche Abwesenheit zurück, gewann zuerst das Anspiel in der Mittelzone und kurz dar­auf auch das Bully im eigenen Drittel. Und dann ging es für die Davoser zu schnell. Via Matthias Bieber und Denis Hollenstein kam der Puck zu Santala, der Leonardo Genoni ein erstes Mal bezwang. Auch den zweiten Treffer erzielte die erste Formation. Im Powerplay lenkte Bieber einen Schuss von René Back erfolgreich ab. Cyrill Bühler traf kurz dar­auf den Pfosten. Corsin Casutt verwertete die Vorarbeit Steve Kellenbergers zum 3:0. Weitere Tore blieben aus, weil die Auswertung nicht mehr so gut war wie in den ersten Minuten – aber auch, weil sich Davos doch ein bisschen steigerte und die Flyers im Mittelabschnitt in ein kurzes Tief gerieten. Sie kassierten einen Treffer aus dem Nichts, hielten den Schaden aber auch deshalb lange im Rahmen, weil sie in Unterzahl nichts zuliessen. Bis Félicien Du Bois, der ehemalige Klotener, in doppelter Davoser Überzahl das zweite Tor schoss. Da folgten nochmals hektische letzte Minuten. Aber weil die Flyers, für die Denis Hollenstein im zweiten Match zwei Skorerpunkte holte, aktiver spielten und mehr liefen, zwangen sie den Puck viel öfter als der Gegner auf ihre Seite. Und sie gewannen so viele Zweikämpfe, wie nötig sind, um in der NLA eine Partie zu gewinnen. Die Davoser, vorher neunmal in Folge siegreich, verloren innert drei Tagen zweimal gegen einen Zürcher Verein. Die einzige negative Nachricht gestern: Peter Muellers Anreise hat sich um einen Tag verzögert. Des Amerikaners Flug war gestrichen worden. Damit könnte es langsam knapp damit werden, dass er schon am Freitag in Genf spielklar ist.

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