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Alterszentrum wirft weiter Fragen auf

Die Wirren um das Alterszentrum in Effretikon haben SP- und Juso-Gemeinderäte dazu veranlasst, eine Reihe von Fragen zu stellen.

Das Alterszentrum Bruggwiesen in Effretikon ist ein Dauerthema, in der Bevölkerung wie auch bei den Politikern. Seit es im Januar 2011 aus der Stadtverwaltung ausgegliedert und in eine öffentlich-rechtliche Anstalt überführt wurde, reissen die Negativmeldungen nicht ab.

Bereits im Juli 2011 trennte sich der Verwaltungsrat «im gegenseitigen Einvernehmen» vom damaligen Leiter. Rund sechs Monate später verliess ein weiteres Kadermitglied das «Bruggwiesen». Und auch beim Pflegepersonal kam es zu zahlreichen Wechseln. Damit nicht genug: In der Laufenden Rechnung 2011 der Stadt wichen die Mietzinseinnahmen aus dem Alterszentrum deutlich vom budgetierten Betrag ab: Statt einer Million Franken waren lediglich 725 000 Franken eingegangen. Dies veranlasste mehrere Gemeinderäte zu kritischen Voten in der Debatte zur Jahresrechnung in der letzten Sitzung vom 21. Juni.

Massive Mehrbelastungen

Die SP- und Juso-Gemeinderäte Brigitte Röösli, Barbara Scheidegger-Conrad und Fabian Molina haben nun auch noch eine Interpellation eingereicht mit insgesamt 14 Fragen, die sie an den Stadtrat richten. Die Bevölkerung wie auch Bewohner des Alterszentrums seien mit der Führung des Betriebs sowie der Qualität des Angebots unzufrieden. Und: «Das Personal litt in der Überführungsphase unter massiven Mehrbelastungen.» Es hätten deshalb vermehrt temporäre Mitarbeiter eingestellt werden müssen.

Die SP-/Juso-Gemeinderäte befürchten zudem, dass es bei der Inbetriebnahme des sanierten Altbaus im nächsten Jahr zu weiteren Personal- und Belegungsengpässen kommt. «Dies wird voraussichtlich weitere negative Auswirkungen auf die Rechnung des Alterszentrums und damit auf die Mietzinseinnahmen der Stadt haben», halten sie in ihrem Vorstoss fest.

Ob sich die Überführung in eine neue Rechtsform bewährt habe, wollen die Politiker vom Stadtrat wissen. Und: «Wie nimmt der Stadtrat seine Aufsicht wahr?» Auch soll die Behörde dar­über Auskunft geben, welchen Einfluss sie auf die Leitung des Altersheims habe und ob die Vereinbarungen mit der Stadt ausreichten. Der Stadtrat solle aufzeigen, was zur Qualitätssicherung unternommen werde und wie die finanzielle Si­tua­tion stabilisiert werden könne. Schliesslich sind auch die Arbeitsbedingungen des Personals ein Thema. «Was wird unternommen, um diese zu verbessern?», fragen die Gemeinderäte.

Gesundheitsvorstand Max Binder, der im Verwaltungsrat des «Bruggwiesen» sitzt, ist überzeugt, «dass wir ein besseres Resultat schaffen». (neh)

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