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Am Ende ins offene Messer gerannt

Maienfeld. Der Unihockey-NLA-Klub HC Rychenberg gibt gegen den Tabellenzweiten Malans ein frühes 3:0 aus der Hand und verliert am Ende 4:9.

Anders als in den bisherigen zwei Begegnungen, dem 2:13 zum Saisonstart der Meisterschaft und dem 5:14 im Cup-Achtelfinal, vermochte Rychenberg diesmal Malans lange Zeit zumindest Paroli zu bieten. Ganz besonders galt dies fürs Startdrittel. Rolf Kern schien seine Mannschaft optimal eingestellt zu haben, denn sie war in den ersten zwanzig Minuten klar besser als ihr Angstgegner. Zu einem wesentlich Teil verdankte der HCR diese Dominanz seiner geringen Fehlerquote, denn Ma­lans fand kaum Raum und Gelegenheit für seine Diagonalpässe und seine blitzartigen Konter.

Das Plus an Ballbesitz und Agilität wurde sowohl in der Statistik der abgegebenen Schüsse (29:14) als auch im Zwischenresultat von 3:1 ersichtlich. Sämtliche Tore hatte das Sturmtrio Moritz Schaub, Benjamin Borth und Mikko Hautaniemi erzielt. Ausgesprochen ärgerlich war hingegen aus Winterthurer Sicht, dass Malans noch vor der ersten Pause und entgegen dem Spielverlauf auf 1:3 verkürzte: «Dieses Gegentor war dumm, unnötig und auch etwas unglücklich», machte Lukas Grunder seinem Unmut Luft. «Dadurch liessen wir sie ins Spiel finden.»

Malans wurde danach aktiver, so wie es von Anfang an erwartet worden war, doch hielt der HCR vorerst weiter gut dagegen. Ein Doppelschlag der Bündner in der 34. Minute machte alle vorherigen Winterthurer Bemühungen zunichte und rückte das Momentum auf die Seite des Heimteams. Auch wenn der Favorit noch vor der zweiten Pause die Führung an sich riss, blieb lange Zeit jeder Ausgang möglich. Erst das 6:3 in der 54. Minute bedeutete die Entscheidung. Danach liess der HCR alles taktische Kalkül fahren, rannte im Bemühen um eine Kurskorrektur blindlings nach vorne und büsste dafür mit drei weiteren Gegentoren.

Kampf gegen Windmühlen

Trainer Kern war mit der ersten Spielhälfte zufrieden: «Bis zum zweiten Gegentor zeigten wir eine ansprechende bis gute Partie, weil wir uns daran hielten, was wir uns vorgenommen hatten.» Verständlicherweise weniger erfreut zeigte er sich vom Rest: «Es gibt selbstverständlich Gegentore, bei denen man dem Gegner nur gratulieren kann. Bei uns sind es jedoch stets eklatante individuelle Fehler, die zu Gegentoren führen.» Schon seit Saisonbeginn führt Kern diesen frustrierenden Kampf gegen Windmühlen, sprich wider diese «einfachen» Gegentore. Gerade gegen stärker oder ähnlich stark eingestufte Gegner kosteten solche Schnitzer schon einige Male Punkte. Keine Schuld an der Niederlage in Maienfeld hatte Tobias Meister, der den krank geschriebenen Nationaltorhüter Pascal Meier gut vertrat. (rab)

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