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Am neuen SBB-Hauptsitz in Bern gibt es keine fixen Arbeitsplätze mehr

Die SBB haben gestern ihren neuen Hauptsitz in Bern eingeweiht. Die Angestellten müssen auf einen fixen Arbeitsplatz verzichten. SBB-Chef Andreas Meyer geht mit gutem Vorbild voran.

Einige der 1000 SBB-Mitarbeiter, die bereits am neuen Hauptsitz beim Bahnhof Bern-Wankdorf arbeiten, haben auf eine Tafel geschrieben, wie sie ihren Arbeitsplatz finden: «Das neue Gebäude ist super», steht da. «Warum nicht auch französische Beschriftungen?» Und: «Die Stimme im Lift nervt.» Der Ton ist aber insgesamt sehr positiv.

1800 werden hier arbeiten

In den nächsten Wochen werden weitere 800 Angestellte hierherzügeln. Die Bahn konzentriert ihre bisher sechs Standorte in Bern – Mittelstrasse, Brückfeldstrasse, Hochschulstrasse, Parkterrasse, Poststrasse und Effingerstrasse – an einem Ort. SBB-Chef Andreas Meyer meinte dazu an der gestrigen Eröffnungsfeier: «Der neue Hauptsitz ist modern, funktional, wirtschaftlich, nachhaltig.» Jürg Stöckli, Leiter SBB Immobilien, erklärte, man könne gegenüber vorher 25 Prozent der Mietkosten einsparen. Wie viel dies genau ist, verriet er allerdings nicht. Die Gesamtinvestitionen für die zwei SBB-Gebäude in der Wankdorf-City belaufen sich auf 190 Millionen Franken.

Abends wird abgeräumt

Ein Aspekt dürfte nicht für alle Angestellten erfreulich sein: Sie müssen künftig auf einen fixen Arbeitsplatz verzichten. Zwei Jahre lang haben die SBB die Betroffenen auf das offene Raumkonzept vorbereitet. Zwölf Mitarbeiter teilen sich nun zehn Arbeitsplätze. Abends räumen sie ihren Schreibtisch auf, schliessen ihre Unterlagen in einen Kasten ein und machen sich am nächsten Morgen auf die Suche nach einem leeren Pult. Das heisse aber nicht, dass ein Chef seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kaum mehr finde oder Teamkollegen nicht mehr beieinandersitzen, sagt SBB-Sprecher Christian Ginsig: «Jeder hat einen zugeordneten Raum, wo auch sein Team sitzt.» Der Chef sucht sich ebenfalls dort seinen Platz. Das gilt sogar für SBB-CEO Andreas Meyer. «Ich habe keinen fixen Arbeitsplatz mehr», betont er. Das habe allerdings kurzfristig für Verwirrung gesorgt, weil seine Mitarbeiter nicht immer gewusst hätten, ob er sich überhaupt im Gebäude befunden habe. «Jetzt stelle ich jeweils meinen Stifthalter auf den gemeinsamen Besprechungstisch. Dann wissen alle: Er ist da.»

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