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An'Nur-Vorstand soll Sex mit Minderjähriger gehabt haben

Laut einem gestern publik gemachten Urteil des Bundesstrafgerichtes wird einem ehemaligen Vorstand der An'Nur-Moschee nicht nur Unterstützung des IS vorgeworfen, sondern auch Sex mit einer Frau im Schutzalter.

Nun auch noch sexueller Missbrauch? Neue Vorwürfe gegen einen ehemaligen Vorstand der von der baldigen Schliessung bedrohten An'Nur Moschee in Winterthur Hegi.
Nun auch noch sexueller Missbrauch? Neue Vorwürfe gegen einen ehemaligen Vorstand der von der baldigen Schliessung bedrohten An'Nur Moschee in Winterthur Hegi.
mad

Gemäss Recherchen des «Tages Anzeigers» soll ein ehemaliger Moschee-Vorstand, der inzwischen in den Thurgau umgezogen ist, mit der damals noch minderjährigen A. sexuelle Handlungen vollzogen haben. Die 15-Jährige war 2014 zusammen mit ihrem um zwei Jahre älteren Bruder nach Syrien gereist und beim IS aufgetaucht. Nach einem Jahr kehrten die Geschwister in die Schweiz zurück. Gegen sie läuft ein Verfahren der Jugendanwaltschaft.

Familienvater bestreitet Vorwürfe

Gegen den ehemaligen Moschee-Vorstand ermittelt die Bundesanwaltschaft auch wegen Gewaltdarstellung. Er soll an einem Infostand in der Altstadt salafistisches Propagandamaterial verteilt und zumindest eine junge Frau dazu gebracht haben, zum Islam zu konvertieren. Der Familienvater selber bestreitet sowohl, dass er Jugendliche wie A. für den IS rekrutiert als auch mit ihr sexuelle Kontakte gehabt haben soll.

Die Bundesanwaltschaft hegt ihren Verdacht aufgrund von abgehörten Telefongesprächen. Im März 2015 wurde die Ehefrau des Moschee-Vorstandes dabei belauscht wie sie behauptete, ihr Mann habe mehrmals Geschlechtsverkehr mit A. gehabt. Im Juni 2015 dehnte die Bundesanwaltschaft ihr Verfahren auf den Vorwurf der sexuellen Handlungen mit Kindern aus. Obwohl A. selber den Mann offenbar nie belastet hat, hat die Bundesanwaltschaft ihren Vorwurf bis heute nicht fallen gelassen. Auf Medienanfragen wollte sie sich bisher auch nicht zum Stand des Verfahrens äussern.

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