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An sich selbst gescheitert

WINTERTHUR. Der HC Rychenberg hat es verpasst, sich im Strichkampf Luft zu verschaffen. Ein schwaches erstes Drittel war Ursprung der 5:7-Niederlage gegen die Kloten-Bülach Jets.

Wiederholt hatte Rychenbergs Trainer Rolf Kern in den vergangenen Wochen ausgeführt, dass seine Mannschaft fähig sei, jeden Gegner zu schlagen, aber ebenso gut gegen jeden verlieren könne. Dass er auch mit dem zweiten Teil seiner Einschätzung richtigliegt, bekam Kern ausgerechnet in einem «Sechspunktespiel» zu sehen. Mit einem Erfolg hätte Rychenberg auf den siebten Platz vorrücken und den Strich um sechs Punkte hinter sich lassen können.

Es kam aber ganz anders: Die Winterthurer zogen gegen die Kloten-Bülach Jets einen schwarzen Tag ein. Mit der unerwarteten 5:7-Heimniederlage verpasste es der HCR, sich nach unten Luft zu verschaffen, und befindet sich nun nur noch nach Pluspunkten über dem Strich. Für die nächsten Wochen wird dieser das dominierende Thema bleiben.

Ein Startdrittel zum Vergessen

Dass Rychenberg Schiffbruch erleiden würde, dafür gab es gleich nach Spielbeginn unverkennbare Anzeichen: Noch vor Ablauf der ersten Minute liess man Benjamin Reusser so sehr gewähren, dass der frühere Rychenberger nahezu ungehindert das 1:0 erzielen konnte. Rychenbergs Abwehr präsentierte sich auch im weiteren Verlauf dermassen schläfrig, dass die Gäste innert Kürze auf 4:1 davonziehen konnten, ohne ausnehmend gut spielen zu müssen.

Kern schien in der Pause die passenden Worte gefunden zu haben. Rychenberg zeigte eine entschlossene Reaktion und setzte die Gäste mit einem energischen Forechecking in deren Hälfte fest. Der Lohn für die Steigerung liess nicht lange warten: Nach drei (3!) Sekunden im Mitteldrittel traf Moritz Schaub zum 2:4, in der 26. Minute krönte wiederum der Top­sko­rer eine sehenswerte Kombination mit dem Anschlusstor und kurz vor Spielhälfte münzte Benjamin Borth Buffs gekonnt verzögertes Zuspiel zum verdienten Ausgleich um.

Wer geglaubt hatte, es ginge im selben Stil weiter und Rychenberg steuere auf drei Punkte zu, sah sich getäuscht. Das Heimteam nahm etwas Druck weg und wurde umgehend dafür bestraft. Sobald die Defensive nach längerer Zeit wieder einmal gefordert war, wurde ihre Anfälligkeit an diesem Abend wieder deutlich. Reussers Schuss verfehlte zwar noch das Tor, wurde aber via rückwärtige Bande zur ungewollten Vorlage zum 5:4 durch Fischer.

Zu keiner Reaktion fähig

Dieses Gegentor erwies sich als wegweisend. Rychenberg versuchte unter den Augen seiner seit dieser Saison in Schweden spielenden, langjährigen Teamstützen Pascal Meier und Jukka Kinnunen nochmals zu reagieren, war dazu aber nicht mehr in der Lage. Selbst als Kloten im Schlussdrittel eingekesselt wurde und keinen einzigen vernünftigen Entlastungsangriff zustande brachte, war eine Wende nicht greifbar. Dafür war Rychenberg zu ideenlos.

Nach zuletzt ordentlichen Auftritten kam der Rückschlag unerwartet. Eine fokussierte Leistung hätte gegen das biedere Kloten zweifellos zum Sieg gereicht. Doch musste Kern zugeben: «Unsere Einstellung stimmte nicht. Wir waren im ersten Drittel nicht auf der Höhe unserer Aufgabe.» Bereits am Wochenende besteht (auswärts) zweimal die Möglichkeit zur Reaktion. (rab)

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