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Andelfinger Chöre schliessen sich den Winterthurern an

Der Bezirksgesangverein Winterthur hat Zuwachs erhalten. Am Samstag traten sieben Andelfinger Chöre bei, weil sie Mühe hatten, ihren Bezirksvorstand zu besetzen.

Der Bezirksgesangverein Winterthur bestand bisher aus 27 Chören aus der Stadt und der Region Winterthur. Jetzt hat er seinen Bestand aufstocken können: An der Delegiertenversammlung in Töss wurden sieben Chöre aus dem Bezirk Andelfingen aufgenommen. «Ein toller Erfolg», sagt Vereinssekretärin Ruth Bühlmann. Neu dazugestossen ist auch der Männerchor Flaach. «Da wir zunehmend Mühe hatten, den Vorstand des Bezirksverbands Andelfingen zu besetzen, ist der Anschluss an Winterthur eine gute Lösung», sagt Albert Widmer, der den Männerchor Flaach seit über 20 Jahren präsidiert.

Der Bezirksgesangverein Winterthur (BGVW) vereint heute Frauen- und Männerchöre, gemischte Chöre und Kinderchöre. «Bei uns sind alle Altersstufen vertreten. Das gemeinsame Singen ist immer noch aktuell, und wir befinden uns keineswegs auf dem absteigenden Ast», sagt der Vereinspräsident Ueli Seiler. Für seine Mitglieder organisiert der BGVW regelmässig Schulungen. Zurzeit werden die Sängerinnen und Sänger in der Stimmbildung ausgebildet. Zudem lädt der Verein alle fünf Jahre zu einem grossen Konzert ein, an dem sämtliche ihm angeschlossenen Vereine teilnehmen können.

Verein mit 1000 Mitgliedern

Wie alle andern Zürcher Chöre gehört auch der BGVW dem Zürcher Kantonal-Gesangverein (ZKGV) an. Dieser hat sich die Pflege des Chorgesangs auf die Fahne geschrieben und will dieses Kulturgut weiter stärken. Durch eine gute Zusammenarbeit mit den Volksschulen und den Musikschulen soll der Nachwuchs auf allen Altersstufen gefördert werden. «Dazu brauchen wir auch eine bessere Präsenz in den Medien sowie ein stärkeres kulturpolitisches Engagement für den Gesang», heisst es beim ZKGV. Zu diesem Zweck bietet er den Chören Dienstleistungen an. Etwa in den Bereichen Urheberrechte und Musterverträge. Derzeit besteht der Zürcher Kantonal-Gesangverein aus elf Bezirks- und Regionalverbänden mit rund 250 Chören und etwa 7500 Sängerinnen und Sängern. Er ist der grösste Kantonalverband in der Schweizerischen Chorvereinigung. Über 1000 Mitglieder gehören dem Bezirksgesangverein Winterthur an.

«Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder», hat schon der deutsche Dichter Johann Gottfried Seume vor über 200 Jahren gereimt. Und so gründeten einige begeisterte Sänger, mehrheitlich Lehrer von Beruf, 1849 den Bezirksgesangverein Winterthur. Bereits ein Jahr später fand in Wiesendangen eine Feier statt, an der sich 17 Männerchöre beteiligten. «Zu dieser Zeit waren die Frauen mit ihren Aufgaben am heimischen Herd ausgelastet und sangen, wenn überhaupt, zu Hause mit den Kindern und bei der täglichen Arbeit», liest man in einem Vereinsprotokoll. Es dauerte noch rund 20 Jahre, bis die Töchterchöre im Bezirksgesangverein aufgenommen wurden. «Heute steht der Verein auf einer soliden Basis», sagt Seiler.

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