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Angenommen, Sie müssten entscheiden

Was genau tun die «Ärzte ohne Grenzen» an ihren Einsatzorten? Die Antwort ist zurzeit beim Merkurplatz zu erleben.

Stellen Sie sich vor: Sie sind Ärztin oder Krankenpfleger, Mitglied einer humanitären Hilfsorganisation und treffen in Haiti ein, kurz nach dem verheerenden Erdbeben. Die Lage ist katastrophal, es gibt unzählige Schwerverletzte. Welchen Opfern werden Sie zuerst helfen? Oder: Sie kommen als Teil eines Hilfskonvois in das kongolesische Dorf Kasenyi am Albertsee, wo schon Dutzende von Bewohnern an Cholera erkrankt und gestorben sind. Welche Massnahmen ergreifen Sie, um die Epidemie einzudämmen und weitere Todesopfer zu verhindern? Diese und andere Entscheide hat zu fällen, wer in diesen Tagen – und bis Samstag – die Wanderausstellung von Médecins sans Frontières (MSF) am Rande des Stadtgartens besucht. Präsentiert werden in einem Lazarettzelt und in einem umfunktionierten Schiffscontainer vier verschiedene Hilfsprojekte der Schweizer Sektion von Ärzte ohne Grenzen. Anhand von Originalmaterial und Grossaufnahmen von Si­tua­tio­nen aus den betreffenden Gebieten werden Szenarien, wie sie MSF-Freiwillige bei ihren Einsätzen antreffen, durchgespielt und erklärt.

Mit der interaktiven Ausstellung will MSF auf möglichst anschauliche Art auf seine Tätigkeit in den Krisenländern dieser Welt aufmerksam machen. Ziel sei nicht so sehr, Spenden für die diversen Projekte zu sammeln, als vielmehr, zu zeigen, was mit den Spendengeldern erreicht wird, sowie Interesse für die Tätigkeiten der Hilfsorganisation zu wecken. Und nicht zuletzt auch Freiwillige für die sechs- bis neunmonatigen Einsätze auf einem der mehr als 20 Schauplätze zu gewinnen, wo MSF Schweiz zurzeit präsent ist. (jpg)

www.msf.ch

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