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angerichtet Das Taucherli im Milchsee

von Michael Graf

Wo früher Versicherungen verkauft wurden, lässt sich heute stilvoll Kaffee trinken. Im Neuwiesenzentrum wurde im Juni das Gottlieber Coffee & Sweets eröffnet. Passend dazu wurden drei Säulen des Einkaufszentrums in glänzende Folie gehüllt, sodass sie aussehen wie riesige Hüppen. Jene handgefüllten Waffelröllchen sind verantwortlich, dass der kleine Ort Gottlieben am Seerhein seit Jahrzehnten in aller Munde ist. Auch im ersten Gottlieber Café ausserhalb des Stammsitzes führt kein Weg an den süssen Röllchen vorbei. Auf jedem Tischchen laden sie zum Zugreifen ein (80 Rappen das Stück). Im integrierten Confiserieladen kann man Gottlieber Hüppen in allen Farben kaufen.

Wir treffen zur Mittagszeit ein – zu früh für die englische Tea Time mit Earl Grey, Scones und Gurkensandwiches. Wir bestellen dar­um schlicht eine Tagessuppe und einen grossen Salat. Die Pastinakensuppe (12 Franken) ist mildwürzig, die Portion gross. Das gilt auch für den Nüsslisalat mit Lachs und Kernen an italienischem Dressing (16 Franken). Er präsentiert sich als kleiner Dschungel – hier kann die Raffinesse nicht mit der des durchgestylten Interieurs mithalten. Ein Lob gilt dafür dem Brot, es ist frisch und knusprig.

Von der Pflicht gehts zur Kür. Der Name stellt ja bereits klar: Hierhin kommt man, um Kaffee und Süsses zu verkosten. Die Kuchenvitrine ist gut bestückt. Wir entscheiden uns für eine sündhaft süsse Schoko-Kokosschnitte (5 Franken) und einen fruchtigen Apfelkuchen (6 Franken). Der Cappuccino trägt eine schöne Milchschaumhaube und ist aus hausgeröstetem Edelkaffee gebraut. Und dann begegnet uns jene pfiffige Idee, mit der die Ostschweizer sich am hart umkämpften Winterthurer Cafémarkt hervortun können: das Taucherli (5.50 Franken). Ein Stück beste Confiserie-Schokolade an einem Holzstäbchen. In die heisse Milch getaucht, löst sich das Taucherli auf und wird untergerührt – das Resultat ist wunderbar geschmeidige Trinkschokolade.

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