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Angst vor einem Atom-Krieg auf der koreanischen Halbinsel

Die Welt ist besorgt über die jüngsten Meldungen aus Nordkorea. Nach Verhängung weiterer UNO-Sanktionen drohte das kommunistische Land mit Krieg. Es kündigte den Nichtangriffspakt mit Südkorea.

Die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye bezeichnete die Lage als "sehr ernst". Sie zeigte sich "entschlossen", auf jegliche Provokation des Nordens zu reagieren.

Bei einem nordkoreanischen Atom-Angriff werde "das Regime von Kim Jong Un nach dem Willen der Menschheit und Südkoreas vom Erdboden getilgt werden", sagte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums.

Die chinesische Regierung als Verbündete Nordkoreas rief zur Besonnenheit auf. Auch andere Staaten, darunter die Schweiz, forderten die Konfliktparteien zur Zurückhaltung auf.

Die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton nannte es "bedauerlich", dass Nordkorea "weitere provokative Handlungen angedroht" habe. Pjöngjang solle besser an "das Wohlergehen der Bevölkerung" denken. Die Europäische Union will am Montag neue Strafmassnahmen gegen Nordkorea erörtern

Der UNO-Sicherheitsrat hatte am Donnerstag drei Wochen nach dem jüngsten nordkoreanischen Atomwaffentest die Sanktionen gegen das Land verschärft.

Nordkoreas staatliches "Komitee zur friedlichen Wiedervereinigung Koreas" verurteilte die Verschärfung der UNO-Sanktionen laut KCNA am Freitag als Beweis dafür, dass Washington und seine "Marionetten" in Seoul "wild entschlossen" zur Konfrontation seien.

Die Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea hätten die "Gefahrenlinie" derart weit überschritten, dass sie nicht zu kitten seien. Auf der koreanischen Halbinsel sei die Lage "extrem gefährlich", ein Atomkrieg "könnte jetzt ausbrechen".

Das Komitee warnte, das nordkoreanische Militär werde auf jegliche Grenzverletzung "gnadenlos" reagieren. Sowohl Süd- als Nordkorea planen für kommende Woche grosse Militärmanöver.

Der wichtigste bilaterale Nichtangriffspakt zwischen Nord- und Südkorea war im Jahr 1991 unterzeichnet worden. Er sieht eine friedliche Verständigung vor und soll militärische Zusammenstösse an der Grenze vermeiden helfen.

Das Rote Telefon als ständige Verbindung zwischen beiden Staaten wurde im Jahr 1971 eingerichtet. Der direkte Draht war im Lauf der Jahre bereits zwei Mal unterbrochen worden.

(sda)

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