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Annäherung an die Playoffs

Der EHC Winterthur gewinnt erstmals in der Masterround zwei Spiele in Folge: Beim 5:2 (3:1, 1:0, 1:1) in Bellinzona hat er eine überzeugende Leistung abgeliefert.

Noch vor Spielbeginn deutete sich an, was kommen sollte. Weil die Bande repariert werden musste, konnte die erste Scheibe erst mit Verzögerung eingeworfen werden. In der Zwischenzeit sah man sechs Winterthurer auf dem Eis, die wie junge Pferde ungeduldig herumkurvten, und fünf Tessiner, die im Mittelkreis einen Schwatz hielten. In genau diesem Stil begann der Match: Mattia Guidotti hatte nach wenigen Sekunden die erste Chance des EHCW, und noch vor Ablauf der ersten Minute verwertete Martin Büsser ein Zuspiel Eric Geisers zum 1:0. Bellinzona hatte bis dahin kaum eine Scheibe berührt. Und auch danach fanden die Tessiner nicht ins Spiel. Wohl hatten sie in den ersten Minuten ein gefährliches Powerplay und glichen sie in der 7. Minute gar aus, als Samuele Faretti einen schnellen Gegenangriff erfolgreich abschloss. Womöglich spielentscheidend aber war, wie der EHCW dar­auf reagierte: Er liess auf Seiten der Gastgeber keinerlei Euphorie aufkommen und ging nur etwas mehr als eine Minute später erneut in Führung. Torschütze war Loris Stoller, der in der Festtagspause zum EHCW gestossen war. Stets einen Schritt schneller Der EHCW trumpfte in fast jeder Beziehung auf: Er störte früh und erfolgreich, stellte schnell um und liess die Scheibe laufen. Weil sich die Winterthurer besser bewegten, waren sie auch präsenter als die Gastgeber, einfach immer einen Tick schneller. Selbst das Powerplay, sonst oft eine Schwäche des EHCW, war gefährlich – und erfolgreich: In der 13. Minute verlor einer der in Unterzahl spielenden Tessiner den Stock, Eric Geiser nutzte das geschickt aus, passte im richtigen Moment zu Büsser und schon hiess es 4:1. Die Überlegenheit des EHCW wurde im Mitteldrittel noch drückender. Vor allem in den ersten Minuten erar­bei­te­te er sich Chancen zuhauf. Mattia Guidotti traf nur den Pfosten, Büsser traf die Scheibe nicht richtig und Anthony Staiger scheiterte, nachdem er den Puck im Forechecking erobert hatte. Obwohl der vierte Treffer nicht gleich fiel, blieb der EHCW tonangebend. Bellinzona hatte im mittleren Abschnitt kaum eine Tormöglichkeit, EHCW-Goalie Remo Oehninger wurde nur selten beschäftigt. Die Hoffnungen der Tessiner auf eine Wende schwanden weiter, als Büsser in der 34. Minute mit seinem dritten Tor auf 4:1 erhöhte. Mit Staigers 5:1 in der 46. Minute waren sie endgültig dahin. Dass Bellinzona dreieinhalb Minuten vor Schluss im Powerplay noch zum 2:5 kam, schmälerte die gute Leistung des EHCW nicht. Es scheint, als kämen die Winterthurer immer besser in Form, je näher der Beginn der Playoffs rückt. Der Sieg in Bellinzona war nach dem 3:2 in Chur der zweite in Folge, was dem EHCW in der Masterround bisher nicht gelungen ist. Büsser herausragend Der Auftritt war noch besser als in Chur, denn diesmal brauchten die Winterthurer das Wettkampfglück nicht zu beanspruchen, zu überlegen waren sie, obwohl die Absenzenliste wieder länger war: Denn die angeschlagenen Roland Schöbi und Steven Füglister wurden geschont. Gleichwohl wirkte der EHCW kompakt. Natürlich ragte Büsser mit seinen drei Toren heraus. Aber die anderen Sturmlinien waren nicht weniger gefährlich. Stoller erzielte in Zusammenarbeit mit Patrick Jäggi und Patrick Vollenweider das wegweisende 2:1. Und mit dem 5:1 wurde die Elite-Juniorenlinie mit Staiger, Patrick Brunner und Michael Gerber für die Aufsässigkeit und Aggressivität belohnt, die Trainer Markus Studer immer von ihr erwartet. Der Sturm um Captain Rafael Geiser, hatte diesmal zwar keine Réussite, aber genügend Chancen. Vor allem war er am guten Start ins Spiel massgeblich beteiligt. Kampf um Platz 2 Die Leistung also stimmt beim EHCW im Hinblick auf die Playoffs. Offen hingegen bleibt die Frage, aus welcher Position er diese in Angriff nehmen kann, denn Bülach ist nach seinem 4:3-Sieg in Dübendorf weiterhin gleichauf mit den Winterthurern. Der Kampf um Platz 2 wird damit am Samstag in der Direktbegegnung zwischen Bülach und dem EHCW auf der Hirslen entschieden.

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