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Anschlag der Rebellen auf Geheimdienstkomplex in Damaskus

In der syrischen Hauptstadt Damaskus haben Rebellen nach eigenen Angaben einen Selbstmordanschlag auf einen Geheimdienstkomplex der Luftwaffe verübt. Die militante islamistische Gruppe Al-Nusra bekannte sich am Dienstag auf Facebook zu dem Angriff im Vorort Harasta.

Selbstmordattentäter hätten zwei Autos mit Tonnen von Sprengstoff in die Luft gejagt, hiess es. Anwohner und Aktivisten berichteten von einer gewaltigen Explosion, auf die ein heftiger Schusswechsel folgte. Das syrische Staatsfernsehen meldete ebenfalls eine Detonation in der Gegend, machte aber keine näheren Angaben.

Die im Exil ansässige Syrische Beobachtungsstelle sprach von "Dutzenden Toten" beim Doppelanschlag vom Montagabend in Harasta, rund zehn Kilometer nordöstlich der Hauptstadt. Unklar sei das Schicksal "Hunderter Gefangener" vor Ort.

Der Geheimdienst der Luftwaffe wird von Dschamil Hassan, einem der Top-Militärs von Präsident Baschar al-Assad, kommandiert. Es lagen keine Informationen darüber vor, ob sich Hassan zum Zeitpunkt des Anschlags im Gebäude aufhielt.

Unterdessen gingen die Kämpfe im ganzen Land weiter: In einem belebten Viertel von Damaskus explodierte am Dienstag ein Sprengsatz. Nach Angaben von Augenzeugen galt der Anschlag in der Nähe des Abbassiden-Platzes einem Fahrzeug der Sicherheitskräfte.

Nach einem Granatenangriff auf den syrischen Grenzort Al-Atarib wurden 19 Verletzte von Angehörigen in die Türkei gebracht. Das meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Eine von syrischen Truppen abgefeuerte Mörsergranate sei dort in einem Wohnviertel detoniert, es gebe eine grosse Anzahl an Toten und Verletzten.

Die türkische Regierung hatte am Montagabend mitgeteilt, dass bislang 98'000 Syrer über die Grenze geflohen seien. Die Türkei kündigte an, auch weiterhin Flüchtlinge aus dem Nachbarland aufzunehmen. Ende August hatte Aussenminister Ahmet Davutoglu noch gewarnt, bei 100'000 Flüchtlingen seien die Kapazitäten seines Landes erschöpft.

Die Türkei verlegte in der Zwischenzeit weitere Militäreinheiten an die Grenze zu Syrien. Das türkische Parlament hatte vergangene Woche ein Mandat für eine mögliche Militärintervention in Syrien beschlossen. Seitdem erhalten die Armee-Einheiten in Grenznähe fortlaufend Verstärkung.

(sda)

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