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Anschluss an die Spitze halten

Winterthur. Der EHC Winterthur empfängt heute (17.30 Uhr) Arosa, den Ostschweizer Meister von 2011. Die Winterthurer sind unter Druck, wenn auch anders, als sie es erwartet haben.

Beim EHC Arosa erinnert man sich nicht gern an die letzte Saison. Diese endete, ein Jahr nach dem Gewinn des Meistertitels, in der Abstiegsrunde. Ein derartiges Horrorszenario droht den Winterthurern derzeit zwar noch nicht, aber sie müssen aufpassen: Arosas Vorjahresbaisse begann früh: Auf einen Startsieg folgten vier Niederlagen, dar­un­ter ein 1:2 in der Deutweghalle gegen den EHCW. Angesichts der Ausgeglichenheit der Gruppe war und ist es schwierig, sich aus einem derartigen Tief wieder nach vorn zu arbeiten. Die Ausgeglichenheit ist auch diese Saison offensichtlich: Nach zwei Runden sind – nebst den Mitfavoriten Bülach und Chiasso – auch Bellinzona und Frauenfeld noch ohne Punktverlust, zwei Teams, die man zumindest nicht ganz vorne erwartete. Dübendorf dagegen, das alle zehn Vorbereitungsspiele gewonnen hatte, steht mit erst einem Zähler da.

Besser defensiv spielen

Die Bilanz des EHCW ist durchzogen mit einem Startsieg nach mässiger Leistung gegen Seewen und der 3:4-Niederlage trotz eines weitgehend guten Auftritts am Mittwoch in Bellinzona. «Damit haben wir uns selber in die Si­tua­tion gebracht, gegen Arosa gewinnen zu müssen», beschrieb Trainer Markus Studer die Lage. Die Winterthurer stehen also unter Druck. Und zwar nicht nur so, wie sie es erwartet hatten, nämlich, dass sie gegen die meisten Gegner mehr oder weniger Favorit sind «und nur verlieren können», wie es Studer vor der Saison formulierte. «Jetzt müssen wir gewinnen, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren.»

Der Weg zum Sieg führt über eine verbesserte Arbeit gegen hinten: «Wir haben schon Seewen zu viele Chancen zugestanden und Bellinzona bei den Gegentoren geradezu Geschenke gemacht», sagte Studer. Das gelte zumal, da Arosa seinerseits wieder über eine starke Defensive verfüge mit Torhüter Marc Klingler als Bollwerk. Die Offensive wird immer noch vom Paradesturm mit Pierino Bigliel, Rico Bonorand und Fabian Ziegler geprägt, den zu stoppen die Winterthurer oft schon die Mittel nicht fanden. Insgesamt aber ist das Kader der Schanfigger nach acht Ab- und sieben Zugängen eher jünger und ausgeglichener geworden. Die guten Resultate gegen Bülach und Dübendorf überraschen daher nicht. Die Playoff-Halbfinals sind eine realistische Zielsetzung mit der Einschränkung, dass sieben andere Mannschaften ebenfalls das Potenzial dazu haben.

Vorbereitung beeinträchtigt

«Die Frage ist, wie wir mental mit der Niederlage in Bellinzona fertig werden», meinte Studer. Auch der Match gegen Arosa ist zu weiten Teilen eine Frage der richtigen Einstellung. Jeder in der Mannschaft weiss, wie schwer sich der EHCW mit den Bündnern selbst in der Deutweghalle stets tat, von den Auswärtsspielen ganz zu schweigen. «Es wird ein schwerer Match», sagt Studer voraus. Kommt hinzu, dass die Vorbereitung beeinträchtigt war: Wegen eines Konzertes in der Deutweghalle steht dem Fanionteam zwischen den Spielen in Bellinzona und gegen Arosa nur gerade heute Morgen auf dem Aussenfeld eine halbe Stunde lang Eis zur Verfügung. (uk)

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