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Apple bringt die Wunderuhr

Eine Smartwatch, zwei neue iPhones und ein Bezahlmodell: Apple hat gestern seine Neuheiten vorgestellt.

Da steht er. Jeans, passendes Hemd mit hochgekrempelten Armen, die er triumphal in die Luft streckt. An seinem Gelenk leuchtet gut sichtbar das weisse Armband des Geräts, mit dem Tim Cook Firmengeschichte schreiben möchte. Die Apple-Watch. Millionen Zuschauer, die den Livestream schon verfolgten, hatten auf diesen Moment gehofft. Die rund 5000 geladenen Gäste der Präsentation reisst es von den Stühlen. Cook geniesst den tosenden Applaus des Publikums sichtbar. Ist es doch sprichwörtlich das erste Mal, das der Nachfolger des legendären Apple-Gründers Steve Jobs die Fans des Konzerns vom Hocker reissen konnte.

Apfel-Uhr für 349 US-Dollar

«Die Apple-Watch wird ändern, was Menschen von einer Uhr erwarten», verspricht der Apple-Chef, der ganz bewusst in den Flint Center unweit des Geburtsorts des Unternehmens zurückgekehrt war. Dort wo Apple vor 30 Jahren den Original-Macintosh und später den iMac vorgestellt hatte. Apple habe hart am Design und der Funktionalität gearbeitet, betont Cook, der drei Produktversionen vorstellt. In der günstigsten Variante kommt die Apfel-Uhr Anfang 2015 in den USA für 349 US-Dollar in die Geschäfte. Was die Sport Edition und die luxuriöse Apple Edition kosten werden, blieb offen. In jedem Fall sind die Geräte mindestens 100 Dollar teurer als das, was die Konkurrenz von Samsung oder LG schon auf den Markt gebracht hat.

Die Uhrzeit ist Nebensache

Die Uhrzeit ist fast Nebensache auf dem Gerät, das durch eine Fülle an Apps ganz neue Welten an Funktionalitäten erschliesst. Möglich macht es der neue S1-Chip, ein digitales Steuerrad an der Seite, ein flexibler Retina-Schirm, Sensoren, die Bewegung, Herzschlag und Position im Raum registrieren, und ein Taptic genanntes System, das haptisches Feedback gibt. Damit kann die Apple-Watch Nutzer beispielsweise wie von unsichtbarer Hand gesteuert mit fühlbaren Signalen durch eine unbekannte Stadt lotsen. Der Schirm erlaubt, mit Freunden zu kommunizieren, kleine Zeichnungen oder den Herzschlag zu versenden, Informationen wie Kalender, Nachrichten oder Mails abzurufen oder andere Geräte fernzusteuern. Die Apple-Watch lässt sich auch als Fitness-Tracker einsetzen. Schliesslich erlaubt das neue Produkt, die ebenfalls neu vorgestellte Zahlfunktion «Apple Pay» zu nutzen.

«Die besten iPhones»

In deren Genuss werden auch die Käufer des iPhone 6 und iPhone 6 Plus kommen, die Cook «als beste iPhones, die sie jemals gesehen haben» anpries. Nicht so innovativ wie die Apfel-Uhr, aber durchaus mit Features wie einem grösseren Display, längeren Batteriezeiten und superschnellen Prozessoren, die den Konzern im Smartphone-Bereich an der Spitze halten. Die Geräte kommen in den USA ab dem 19.September in der 16-GB-Version ab 199 US-Dollar mit einem Zweijahresvertrag in den Verkauf. Zwei Tage vorher bietet Apple kostenlos sein neues mobiles Betriebssystem iOS8 zum Herunterladen an.

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