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Attentäter sprengt sich vor Istanbuler Polizeiwache in die Luft

Bei einem Anschlag auf eine Polizeiwache in Istanbul sind am Dienstag ein Polizist sowie der mutmassliche Attentäter getötet worden, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Nach Angaben türkischer Medien wurden mindestens fünf weitere Menschen verletzt.

Die Polizeiwache in Sultangazi, einem Stadtteil im Nordwesten des europäischen Teils von Istanbul, wurde bei der Explosion schwer beschädigt. Offenbar wurden mehrere Menschen durch herabstürzende Gebäudeteile verschüttet, wie NTV berichtete.

Laut Augenzeugen war der Selbstmordattentäter auf die Polizeistation zugerannt und hatte sich im Eingang in die Luft gesprengt. Wer hinter dem mutmasslichen Anschlag stecken könnte, war unklar; zunächst bekannte sich niemand dazu.

In den vergangenen Jahren hatten vor allem kurdische Extremisten in der Türkei bei Anschlägen Selbstmordattentäter eingesetzt.

Vor fast genau zwei Jahren sprengte sich ein Mitglied der Gruppe Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) auf dem zentralen Taksim-Platz von Istanbul in die Luft. Der Attentäter selbst kam ums Leben, 32 weitere Menschen wurden verletzt.

Die TAK ist eine Unterorganisation der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Die Kurdenrebellen verstärkten in jüngster Zeit ihre Gewaltaktionen in der Türkei.

(sda)

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