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Attentat auf Wahlfeier in Québec fordert ein Todesopfer

Bei einer Schiesserei während der Siegesrede der voraussichtlichen neuen Regierungschefin der kanadischen Provinz Québec ist ein Mensch getötet und ein weiterer schwer verletzt worden. Ein Mann hatte während der Rede von Pauline Marois das Feuer eröffnet.

Dabei rief der Attentäter "Die Englischsprachigen werden wach". Der Mann konnte konnte festgenommen werden, wie die Polizei am Dienstag (Ortszeit) mitteilte. Marois, die Chefin der bisher oppositionellen Parti Québécois, blieb unverletzt. Die Separatistenpartei war als stärkste Kraft aus den Provinzwahlen hervorgegangen.

Nach ersten Hochrechnungen kam die Parti québécois bei der Wahl auf 32,7 Prozent der Stimmen.

Die Liberalen, seit neun Jahren Regierungspartei, folgten mit 30,6 Prozent der Stimmen. Für die Konservativen stimmten demnach gut 27 Prozent.

Bestätigt sich dieser Trend, der sich so nach Auszählung von gut der Hälfte der Stimmen abgezeichnet hatte, hätten die Separatisten im Parlament 58 Sitze. Die Liberalen kämen auf 46 und die erst zehn Monate zuvor gegründete konservative Koalition für Quebecs Zukunft auf 19 Sitze.

Die sozialdemokratisch orientierte Québec solidaire hätte mit 5,5 Prozent der Stimmen Chancen auf einen Sitz. Es gab noch 15 weitere Parteien auf dem Stimmzettel, keine von ihnen hatte aber eine Chance auf den Einzug ins Parlament in Montreal.

In Quebec leben etwa acht Millionen Menschen, von denen knapp sechs Millionen wahlberechtigt sind. Die meisten sprechen französisch. Es ist die einzige der zehn Provinzen, in der nicht Englisch die Hauptsprache ist. Die Provinz Quebec ist fast dreimal so gross wie Frankreich.

(sda)

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