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Auch Wawrinka dabei

NEW YORK. Nach Roger Federer qualifizierte sich auch Stanislas Wawrinka bei den US Open für die Achtelfinals – er trifft auf Novak Djokovic.

Federer besiegte auf seinem Weg in die Achtelfinals Fernando Verdasco 6:3, 6:4, 6:4 und ist weiter ohne Satzverlust, Wawrinka gewann gegen Alexander Dolgopolow 6:4, 6:4, 6:2. Federer bestreitet seine Achtelfinal-Partie heute Montag um ca. 15 Uhr Lokalzeit (21 Uhr MEZ) gegen Mardy Fish aus den USA, Wawrinka trifft am Dienstag auf den Titelverteidiger Novak Djokovic aus Serbien.

Wie Federer bot auch Wawrinka in der 3. Runde eine starke Leistung. Nach seinen zwei mühevollen Siegen zum Auftakt gegen Sergej Stachowski und den Belgier Steve Darcis, gegen den er sich erst im fünften Satz 7:5 durchgesetzt hatte, vermochte sich der Romand wie angekündigt zu steigern. Gegen Alexander Dolgopolow zeigte er kaum Schwächen und realisierte seinen Sieg in weniger als zwei Stunden.

Von Beginn an lag die Schweizer Nummer 2 gegen Dolgopolow in Front. Gleich im ersten Game gelang ihm nach einem Doppelfehler des Ukrainers das Break. Auch im zweiten und im dritten Durchgang übernahm der in der Weltrangliste vier Positionen schlechter klassierte Wawrinka sofort das Spieldiktat und profitierte immer wieder von Fehlern des Ukrainers, der insgesamt 49 «Unforced Errors» beging. Wie überlegen Wawrinka agierte, zeigt der Vergleich der Anzahl Breakbälle: Während sich dem Schweizer 23 Chancen zum Break boten, erspielte sich der 23-jährige Ukrainer keine. Insgesamt schlug Wawrinka 15 Asse. Will man am Auftritt Wawrinkas etwas kritisieren, ist es das, dass er zu viele seiner Breakchancen ungenützt liess.

Dank dem ersten Sieg gegen Dolgopolow im zweiten Duell qualifizierte sich Wawrinka für den zehnten Grand-Slam-Achtelfinal seiner Karriere, den vierten in Flushing Meadows, wo er 2010 in die Runde der letzte acht eingezogen war. Gegen Novak Djokovic hat Wawrinka die letzten sieben Spiele verlor. Es ist das erste Duell der beiden an einem Grand-Slam-Turnier.

Roger Federer bestand den ersten Test am diesjährigen Turnier mit Bravour. Gegen Verdasco, die ehemalige Weltnummer 7 aus Madrid, spielte der Baselbieter wie bereits in den Runden zuvor gegen Donald Young und Björn Phau sehr kon­trol­liert und machte wenig Fehler. Auch die hohen Temperaturen, die in den letzten Tagen für die Spieler eine zusätzliche Herausforderung dargestellt haben, konnten Federer nichts anhaben. «Die Hitze und der Wind waren kein Problem. Ich habe gut und aggressiv gespielt», sagte Federer, der nach zwei Night-Sessions erstmals am Tag anzutreten hatte.

Federer servierte erneut stark und musste während der gesamten Partie nur eine einzige Breakchance abwehren. In den drei bisherigen Partien in New York hat er erst ein Break kassiert. Zudem spielte Federer auch am Netz fast makellos; 26 seiner 27 Netzangriffe schloss er erfolgreich ab. «Ich würde gerne noch mehr ans Netz vorrücken, aber ich weiss nicht, ob mein Volley dafür gut genug ist», sagte Federer.

Der Weltranglisten-Erste blieb damit auch im dritten Spiel in Flushing Meadows ungefährdet und überstand zum insgesamt fünften Mal am US Open die erste Woche ohne Satzverlust. «Ich bin sehr entspannt gewesen in dieser Woche und bin froh, dass es so gut gelaufen ist und ich kaum Ener­gie­ verbraucht habe.»

Zum 34. Mal in Folge steht Federer an einem Grand-Slam-Turnier in der Runde der letzten 16. Diese hatte er in den 33 Anläufen zuvor immer überstanden. Um erneut in die Viertelfinals einzuziehen, muss Federer den Amerikaner Mardy Fish bezwingen.

Der 30-jährige Fish, der in Los Angeles lebt, gewann gegen den angeschlagenen Franzosen Gilles Simon nach gut drei Stunden mit 6:1, 5:7, 7:6 (7:5), 6:3. Obwohl Simon aufgrund einer Rücken- und Schulterverletzung vor allem beim Aufschlag offensichtlich handicapiert war, bekundete Fish lange Zeit Probleme mit dem Franzosen. Insgesamt unterliefen dem Amerikaner 75 unerzwungene Fehler.

Gegen Fish hat Federer zuletzt im Viertelfinal von Cincinnati gespielt und in zwei Sätzen gewonnen. «Er ist in einer guten Form und spielt hier gewöhnlich sein bestes Tennis», so Federer, der vor dem Turnier mit dem Amerikaner noch trainiert hatte. Die einzige Niederlage in acht Duellen mit Fish hatte Federer vor vier Jahren in Indian Wells kassiert.

Djokovic in 97 Minuten

Von den Top-3 am Turnier hat nur Andy Murray in der ersten Woche einen Satz abgegeben. Er hatte gegen Féliciano Lopez beinahe vier Stunden zu kämpfen, ehe sein Erfolg feststand.Titelverteidiger Novak Djokovic besiegte am Sonntag in der ersten Partie des Tages im Arthur Ashe Stadion den Franzosen Julien Benneteau in nur 97 Minuten 6:3, 6:2, 6:2. Der Serbe spielte von Beginn an sehr druckvoll, obwohl er die frühe Spielzeit nicht bevorzugt. «Ich bin eigentlich kein Morgenmensch», so Djokovic. Davon liess sich die Weltnummer 2 gegen Benenteau aber nichts anmerken, schlug er doch 41 Winner und musste seinem Gegner keinen einzigen Breakball zugestehen.

Wie Federer vermochte auch Djokovic in der ersten Woche in New York restlos zu überzeugen. Der 25-Jährige aus Belgrad gab bisher nur ein Aufschlagspiel ab, gleich im ersten Game des ersten Spiels gegen Paolo Lorenzi. Seither verlor er nur 13 weitere Games. Insgesamt benötigte Djokovic nur viereinhalb Stunden, um die ersten drei Runden zu überstehen.

Wesentlich mehr Mühe, durch die erste Woche zu kommen, bekundete Andy Murray. Der britische Olympiasieger hatte sich am Samstag im Louis Armstrong Stadion, dem zweitgrössten Court der Anlage, mit Feliciano Lopez knapp vier Stunden ein Duell auf Augenhöhe geliefert, in dem der Schotte mit 7:6 (7:5), 7:6 (7:5), 4:6, 7:6 (7:4) das bessere Ende für sich behielt. Das entscheidende Minibreak im Tiebreak des vierten Satzes gelang Murray mit einem herrlichen Rückhand-Passierball. «Es war hart da draussen in der Hitze. Vor allem mental war das Spiel eine Herausforderung», so Murray, der im vergangenen Jahr in New York den Halbfinal erreicht hatte.

Bei den Frauen zogen mit Agnieszka Radwanska (WTA 2) und Serena Williams (WTA 4) auch die letzten zwei Favoritinnen auf den Turniersieg in die Achtelfinals ein. Radwanska, die in New York mindestens den Final erreichen muss, um erstmals die Nummer 1 zu werden, besiegte Jelena Jankovic, die US-Open-Finalistin von 2008, 6:3, 7:5. Serena Williams bezwang Jekaterina Makarowa aus Russland, in zwei Sätzen. (si)

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