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Auch wenn es mit einem Offsidetor begann

zürich. Von den 10 000 Zuschauern im Hallenstadion konnten sich beim 1:6 der ZSC Lions nur die (zahlreichen) HCD-Fans freuen.

Natürlich begannen die Davoser mit einem Tor, das aufmerksame Linien- und Schiedsrichter nie gegeben hätten: Dino Wiesers 1:0 für den Rekordmeister fiel nach einem klaren Offside. Aber das alleine kann ja dann doch nicht der Grund dafür gewesen sein, dass die Zürcher nachher regelrecht auseinanderfielen, nach 22 Minuten schon 0:4 zurücklagen und eine Heimniederlage kassierten, wie sie ihnen in dieser Höhe seit einem 0:5 vom 20. September 2011 gegen die Kloten Flyers nie mehr widerfahren ist. Und das nur einen Tag nach dem ersten Dreipunktesieg seit dem 1. November, der hatte hoffen lassen, dass bei den Zürchern wieder die Normalität Einkehr halten würde. Trainer Marc Crawford schimpfte mehrmals vor sich hin, wurde auch manchmal laut – aber ändern konnte er nichts mehr. Sie hätten kollektiv versagt, liess sich Sportchef Edgar Salis auf der Homepage zitieren. Nichts mehr war mit dem schnellen Führungstreffer, nichts mehr war mit einer Überraschung durch einen Nachwuchsmann wie am Freitag Cédric Hächlers 3:1- Treffer. Nichts mehr war mit der guten und gefährlichen Offensivleistung – vieles aber mit der ungenügenden Arbeit in der eigenen Zone, vor dem eigenen Tor. Goalie Lukas Flüeler räumte seinen Arbeitsplatz bereits nach 22 Minuten und dem 0:4, er fuhr wutentbrannt zur Bank. Die Davoser hatten vorher schalten und walten können, wie sie wollten, der Torhüter hatte kaum eine Abwehrchance. Tim Wolf kam zu seinem fünften Saisoneinsatz, er kassierte noch zwei Treffer. Die Zürcher lassen den November mit den Auftritten in Fribourg (Dienstag) und Lugano (Freitag) ausklingen. Heimspiele tragen sie im alten Jahr noch drei aus: am 4. Dezember gegen Ambri, am 18. gegen Gottéron und am 23. gegen die Rapperswil-Jona Lakers. Bürglers Entscheidung Davos wirkte am Samstag viel entschlossener, kaltblütiger im Abschluss und beeindruckte mit seiner Effizienz. Nach einer 2:0-Führung im Startdrittel sorgte Dario Bürgler mit einem Doppelschlag zu Beginn des Mitteldrittels für die Entscheidung. Der Stürmer des HCD traf innerhalb von 39 Sekunden. Zudem setzte Bürgler mit seinem achten Saisontor auch noch den Schlusspunkt (54.). «In den nächsten zwei, drei Wochen werde ich mich entscheiden, wo ich nächste Saison spiele. Auch ein Verbleib in Davos ist möglich», sagte der von mehreren Klubs umworbene Stürmer mit auslaufendem Vertrag nach der Partie. Dino Wieser, Sven Ryser sowie Back Robin Grossmann mit seinem ersten Treffer in der laufenden Saison waren neben Bürgler für den HCD erfolgreich. Den Bündnern fehlten nach wie vor (als Wichtigste) Rick Nash, Petr Sykora, Hofmann und Taticek. (jch/si)

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