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Auf Abt Werlen folgt sein Vize

Einsiedeln. Urban Federer wird neuer Abt des Klosters Einsiedeln – der Papst hat die Wahl abgesegnet.

Nach dem Rücktritt von Martin Werlen wird sein Stellvertreter Urban Federer neuer Abt des Klosters Einsiedeln. Der Vatikan hat die am 23. November im Kloster vorgenommene Wahl des 45-jährigen Zürchers bestätigt. Pater Urban Federer wird der 59. Vorsteher der im Jahr 934 gegründeten Benediktinerabtei, wie das Kloster Einsiedeln gestern mitteilte. Er soll am 22. Dezember 2013 eingesetzt werden. Die Klostergemeinschaft freue sich, dass Papst Franziskus die Wahl bestätigt und den Neugewählten ernannt habe, heisst es in einer Mitteilung. Das Kloster markierte die Bekanntgabe des neuen Abts gestern Nachmittag mit Glockengeläut.

Federer wurde von der Klostergemeinschaft für eine Amtszeit von zwölf Jahren gewählt. Als Abt von Einsiedeln steht er auch dem Frauenkloster Fahr im Kanton Aargau vor und ist Mitglied der Schweizerischen Bischofskonferenz. Seit 2010 stand er als Dekan dem bisherigen Abt zur Seite. Nach dem Badmintonunfall von Abt Martin Werlen übernahm Federer bereits Anfang 2012 für rund drei Monate die Amtsgeschäfte der Abtei.

Der promovierte Federer unterrichtete bisher an der Stiftsschule Deutsch und Religion. Ausserdem fungiert er als Redaktor für die klostereigene Zeitschrift «Salve». Daneben ist er Vorstandsmitglied bei der Einsiedler Welttheater-Gesellschaft. Der neue Abt ist der Bruder der Zürcher CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer.

Federer gilt gemäss Kennern des Klosters als fortschrittlich. Er steht damit in der Tradition seines Vorgängers Werlen. Dieser tritt nach zwölfjähriger Amtszeit in die Reihe der Mitbrüder zurück. Er nutzte gewandt die modernen Medien, zeigte sich offen ge­gen­über Zweiflern und übte selbst Kritik an der katholischen Kirche.

Twitter-Gruss zum Abschied

Werlen twitterte gestern kurz vor dem Mittag: «Mit grosser Dankbarkeit verabschiede ich mich jetzt von der Twitterfamilie. Habe hier sehr viel gelernt!» Weil Einsiedeln direkt dem Vatikan untersteht und der Abt den Rang eines Diözesan-Bischofs einnimmt, musste Federers Wahl noch von Papst Franziskus bestätigt werden. (sda)

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