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Auf zu neuen Ufern

Lexus ist hierzulande mit dem RX schon länger im SUV-Segment vertreten. Nun bringt Toyotas Edeltochter mit dem NX eine kleinere, sehr attraktive Modellreihe auf den Markt.

Das Segment der kompakten SUV wächst und wächst; es hat sich global in den letzten sieben Jahren fast versiebenfacht, für das nächste Jahr wird ein Absatz von über einer Million Fahrzeugen prognostiziert. Auch im Premiumbereich erfreut sich diese Fahrzeuggattung grosser Beliebtheit – die deutschen Hersteller erzielen in diesem Markt schon länger beachtliche Absatzzahlen. Da ist es nur verständlich, dass Lexus sich mit der neuen Baureihe NX ein Stück von diesem Kuchen sichern will. Auch in der Schweiz ist frischer Wind bei Lexus sehr willkommen: Zwar stiegen die Verkaufszahlen im letzten Jahr nach einer schwierigen Phase wieder an, doch mit 200 verkauften Einheiten 2013 kann der Importeur nicht zufrieden sein. Umso grösser sind die Erwartungen von Lexus Schweiz an den neuen NX, und das wohl nicht zu Unrecht, wie die ersten Testfahrten zeigten – dieses Fahrzeug hat das Potenzial, junge Kunden und Käufer anderer Marken anzulocken. Wenn schon, denn schon war das Motto der Japaner bei der Entwicklung des NX – schliesslich passiert es nicht oft, dass Lexus eine neue Baureihe lanciert. So verwundert es nicht, dass das neueste Modell von Toyotas Premiummarke vor technischen Finessen nur so strotzt. Das war aber auch nötig, um mit dem NX im harten Konkurrenzumfeld bestehen zu können; besonders seit auch die deutschen Anbieter den Hybridantrieb nach und nach in ihren Modellreihen etablieren. Abgesehen vom ausgeklügelten Hybridantrieb wartet der NX mit einer Reihe moderner Assistenzsysteme auf: Ein Rundherum-Kamerasystem, ein Head-up-Display, das Pre-Crash-System PCS, ein adaptiver Tempomat mit Stop-and-go-Funktion, ein Spurhalteassistent, automatisches Fernlicht, ein adaptives Fahrwerk, Sensoren für Licht, Abstand und Scheibenwischer, ein Warner für den toten Winkel sowie für den Rückraum beim Ausparken und natürlich die gängigen Fahrhilfen-Buchstabenkürzel wie ABS, BAS, EBD, ECB-R, EPB, HAC, TRC und VSC sind serienmässig oder gegen Aufpreis mit an Bord. Dar­über hin­aus sind Komfort­features wie eine hochwertige Soundanlage von Mark Levinson, eine Ladeschale für das kabellose Aufladen des Handys, beheiz- und belüftbare Sitze, eine Lenkradheizung oder ein Navi-gations­system mit Touchpad-Bedienung erhältlich. Der NX ist auf den ersten Blick als Lexus zu erkennen. Mit dem typischen Kühlergrill in Sanduhrform, den prä­gnan­ten LED-Haken – einerseits als Tagfahrlichter unter den Scheinwerfern, andererseits in den Rücklichtern – sowie der charakteristischen Fenstergrafik passt er wunderbar ins Lexus-Familienalbum. Ein gekonntes Wechselspiel aus konvexen und konkaven Formen und vielen Kanten erzeugt einen unverkennbaren Look, inspiriert von geschliffenen Diamanten. Auch den NX gibt es als Version F-Sport mit geändertem Grill und einer auffallenden Chromleiste unterhalb des vorderen Stossfängers sowie einer sportlicheren Innenausstattung. Das Interieur wirkt im Vergleich zur bisherigen Lexus-Palette deutlich moderner, ist prächtig verarbeitet und mit edlen Materialien ausgestattet. Die Sitze sind auffallend bequem, die Platzverhältnisse auf allen Plätzen grosszügig. Die Rückbank lässt sich geteilt elektrisch umklappen; das kann sowohl vom Cockpit, vom Fond oder vom Kofferraum aus bedient werden. Das Ladevolumen von 555 bis 1600 Litern ist im Klassenvergleich gut. In der Schweiz wird der Lexus NX vorerst als Version NX 300h mit Hybridantrieb angeboten, wahlweise mit Front- oder Allradantrieb. Das bewährte System kombiniert einen 2,5-Liter-Benzinmotor (155 PS) mit einem Elektromotor (143 PS), der Antrieb wird über ein stufenloses Getriebe an die Vorderachse geleitet; die Systemleistung beträgt 197 PS. In der Allradversion treibt ein zweiter Elektromotor mit 68 PS die Hinterachse an. Der durchschnittliche Verbrauch beträgt gemäss NEFZ 5 Liter pro 100 Kilometer (Allrad: 5,1 bis 5,3 Liter). Die ersten Fahreindrücke, die wir an der Präsentation rund um Wien sammeln konnten, waren durchwegs positiv. Wie von Lexus gewohnt, rollt der NX ruhig und komfortabel ab. Unter Volllast, vor allem bergauf, ist konzeptbedingt der Antrieb etwas laut und wirkt dadurch unkultiviert; allerdings kann der NX-Besitzer dies durch feines Dosieren des Gas-pedals optimieren. Der Lexus NX 300h ist ab sofort erhältlich und kostet ab 52?800 Franken (FWD), die Topversion AWD Excellence ab 72?000 Franken.

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