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aufgefallen Die Wahrheiten einer Doppelrunde

Sinn oder Unsinn – dar­über wird diskutiert, wenn jeweils das Wochenende naht, für das der Spielplangestalter die Doppelrunde angesetzt hat, offenbar der Weisheit letzter Schluss. Heute Heimspiel gegen X, morgen Auswärtsspiel gegen X – oder auch umgekehrt. Und dann lässt sich Bilanz ziehen. Bern verliert zu Hause gegen Biel 2:4, gewinnt dann aber in Biel 8:2. Wo, bitte, liegt die Wahrheit? Im Schnitt der geschossenen und erhaltenen Tore? 5:3 für den SCB. Aber drei Punkte für Biel und drei für Bern. Das Gleiche bei Lakers – Kloten Flyers (6:4 und 0:5), Davos – ZSC Lions (1:3 und 6:1). Die Wahrheit des Freitags verkam durch die Aktualität des Samstags bereits wieder zur Lüge. Die «Revanchen», wie man in solchen Fällen zu sagen pflegt, fielen deutlich aus. Aber nicht überall fanden sie statt. Fribourg siegte nicht nur in Genf, sondern schlug den Leader auch zu Hause. Zug war zweimal klar besser als die SCL Tigers. Bei der Tessiner Doppelrunde hiess der Sieger zweimal Lugano. Diese zwei Partien lagen allerdings nicht 24 Stunden, sondern 11 Tage auseinander. Was definitiv niemanden störte. Die zwei Letzten der Tabelle verloren zweimal – logisch. Aber auch der Erste blieb ohne Punkte. Wo bleibt die Logik? Es gibt, auch wegen des Zeitpunkts, keine. Den Teams geht die Konstanz ab, und zwar jeder Mannschaft ein bisschen aus andern Gründen. Es herrscht eine Art «Zirkusmentalität», auch begünstigt durch das Mitwirken vieler NHL-Spieler, in deren Vokabular der Begriff Abstiegssorgen nicht existiert. Das Einzige, was man in Bezug auf Sinn oder Unsinn von Doppelrunden heute sagen kann: Das nächste Mal dürfte wieder vieles ganz anders sein. Was die Klubs in Zusammenarbeit mit Liga und Spielplantüftler zum Schluss führen wird: Setzen wir doch wieder eine Doppelrunde an, ist doch interessant. Na ja. (jch)

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