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Auftakt zum Jubiläumsjahr

Weder heute, zwanzig Jahre nach seiner Eröffnung, noch damals, am 29. Januar 1993, hat respektive hatte das Fotomuseum Winterthur es nötig, sich beim Publikum anzubiedern, weder mit einer garantiert akzeptierten klassischen Schau noch mit einer süffig reinziehenden Ausstellung voller Sex and Crime. Damals war es der junge Engländer Paul Graham, der inzwischen weltberühmt ist, heute ist es eine thematische Schau, deren Titel allein nicht sehr aufregend ist, die aber ebenso Handfestes wie Anregendes zu bieten hat.

Handfest und anregend: So war es immer in all den Jahren, in denen Urs Stahel als Direktor und Kurator dem Fotomuseum vorstand (seit 2003 zusammen mit Thomas Seelig als Stellvertreter). 132 Ausstellungen wurden in dieser Zeit, in der es auf dem Gebiet der Fotografie grosse Umwälzungen gab, verwirklicht; ungefähr die Hälfte davon wurde von hauseigenen Publikationen begleitet. Und immer hat sich das Fotomuseum verstanden als Kunsthalle für Fotokünstler und als Ort, an dem das Erbe der klassischen Fotografie nicht minder gepflegt wird als die aufwendigen thematischen Ausstellungen. Diskussionen im kleinen und grossen Rahmen gehören dazu, der Aufbau der Sammlung, Vermittlung und die Präsenz im Netz. «Das Museum ist gut für die Zukunft gerüstet», sagt Urs Stahel, und es wird auch für die nächsten zwanzig Jahre das sein, was es in seinen ersten zwanzig Jahren geworden ist: eine «attraktive und spannende Denkmaschine für die Fotografie». (aa)

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