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«Aus der Misere nichts gelernt»

Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen. Die Arbeit wäre in diesem Fall: die Finanzen in Ordnung bringen. In Griechenland hat man über die Verhältnisse gelebt. In der Stadt Winterthur? Weil man unter anderem die Rechnung nicht im Griff hat, muss der Kanton zahlen. Die reichen Zuwanderer sind ausgeblieben, neue Firmen werden sich das Parkplatzregime genau anschauen, die Infrastruktur hinkt der Zuwanderung hintennach, Studienplätze und Kultur in jeglicher Form sind sicher wichtig, sie ergeben aber keine Steuererträge, eine marode Pensionskasse, explosive Sozialindustrie: Es lassen sich beinahe beliebig viele Beispiele finden.

Der Kanton Zürich ist nicht mehr einer der günstigsten Steuerkantone, andere sind besser; man kann also die Hausaufgaben machen, wenn man will. Was ist das anderes als: über die Verhältnisse zu leben und betteln gehen. Das neue Rechnungsmodell bringt den Städten Zürich und Winterthur ungefähr 400 beziehungsweise 50 Millionen Franken Umverteilung, ob berechtigt oder nicht, sei hier dahingestellt. Es ist leider heute üblich, über die Verhältnisse zu leben. Die Zinsen sind durch die Staaten Europas gezielt niedrig gehalten, wenns nicht reicht, druckt man neues Geld.

Dass der grösste Teil der Kantonsräte den Subventionen für ein Geburtstagsfest Winterthur zugestimmt hat, zeigt, dass diese aus der Misere im Euro-Raum nichts gelernt haben. Wahrscheinlich hoffen diese Kantonsräte auf Gratiseintritte zu den Banketten. Wenn ich zum Geburtstagsfest einlade, dann zahle ich es selbst, sonst mache ich keines. Ich finde das Vorgehen der Stadt Winterthur mehr als peinlich.

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