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Axa wächst und holt über 50 Stellen nach Winterthur

WINTERTHUR. Axa Winterthur hat letztes Jahr viele Arbeitsplätze von Zürich nach Winterthur verschoben. Der neue Chef des grössten lokalen Arbeitgebers will im Schweizer Versicherungsmarkt weiter wachsen.

Antimo Perretta ist zufrieden. Seine Versicherung hat letztes Jahr die Prämieneinnahmen auf klar über 12 Milliarden Franken gesteigert. Vor allem im Geschäft mit der zweiten Säule konnte Axa zulegen.

Die Lorbeeren hierfür verdiente noch Perrettas Vorgänger Philippe Egger, der zum Jahresende abtrat. Perretta will die Arbeit von Egger nun fortsetzen, wie er im ersten Interview seit dem Amtsantritt sagt. Das heisst: weniger Geld ausgeben. Aber nicht ausschliesslich: «Ich möchte nicht, dass man in fünf Jahren in der Zeitung liest, ich hätte nur die Kosten gesenkt.» Er wolle die Firma auch ent­wickeln, sagt der neue Chef, zum Beispiel im Digital­bereich. Er sei aber schon sparsam. So verzichte er wie sein Vorgänger auf die Nutzung eines Firmenautos. Als Chef müsse man mit gutem Beispiel vorangehen.

Der Standort Winterthur hat im letzten Jahr von einer Verschiebung profitiert. Im Juni zog die Vermögensverwaltungsabteilung von Zürich Oerlikon an den Firmenhauptsitz im «grauen Turm» am Obertor. Unter dem Strich nahm der Vollzeitstellenetat in der Stadt dar­um um 56 auf 2606 zu. Schweizweit wurden knapp 50 Stellen abgebaut.

Weniger rentable Anlagen

Axa Winterthur ist weiterhin der mit Abstand grösste private Arbeitgeber in der Stadt. Das solle auch so bleiben, sagt Antimo Perretta. «Winterthur ist unser wichtigster Platz, und von hier aus wollen wir unser Geschäft betreiben.»

Der Wermutstropfen für den neuen Chef: Während die Prämieneinnahmen wuchsen, ging der Gewinn leicht zurück, auf allerdings immer noch weit über 800 Millionen Franken. Schuld daran sei das tiefe Zinsniveau, welches die Rendite der Axa-Anlagen geschmälert habe. Weil Axa viel Geld an den Finanzmärkten angelegt hat, ist der Gewinn wesentlich von deren Entwicklung abhängig.Seite 11

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