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Bäume fällen für Hochwasserschutz

Die ersten Arbeiten für das Rückhaltebecken in den Hegmatten in Oberwinterthur beginnen nächsten Montag. Das Becken soll die Winterthurer Innenstadt künftig besser vor Hochwasser schützen. Erste Rodungen schaffen nun Platz für die Dämme und die Renaturierung des Rietbachs.

Diesen Montag greift der Forstbetrieb Winterthur zu den Sägen; in den Hegmatten werden die ersten Bäume für den Rückhalteraum gefällt. Die Rodung ist der Auftakt für den Bau des geplanten Rückhaltebeckens Hegmatten, das die Winterthurer Innenstadt ab 2017 besser vor Hochwasser schützen soll. In einem ersten Schritt werden nun im Januar und Februar Bäume und Sträucher entfernt, um Platz für den geplanten Nord- und Süddamm und für die Umlegung und Renaturierung des Riedbachs zu schaffen. Anfangs Februar müssen dann auch die Bäume und Büsche im Quartier Hegi weichen, um einem unterirdischen Zuflusskanal Platz zu machen. Über diesen Kanal soll in Zukunft einen Teil des Hochwassers aus der Eulach ins Rückhaltebecken in den Hegmatten umgeleitet werden. Nach starkem Regen wird das Wasser, sobald die Hochwasserspitze abgeklungen ist, verzögert über den Riedbach wieder in die Eulach geführt. Die eigentlichen Bauarbeiten des Projekts beginnen im April dieses Jahres. Dabei setzt die Baudirektion des Kanton Zürichs auf eine positive Ökobilanz, wie sie in ihrer Mitteilung schreibt. Die beiden Dämme werden nach Abschluss der Bauarbeiten begrünt und in den Hegmatten soll eine neue Weiherlandschaft entstehen, die einen natürlichen Lebensraum für selten gewordene Tiere und Pflanzen bietet. Der heute kanalisierte Riedbach erhält zudem ein neues, naturnah gestaltetes Flussbett. Der Velo – und Fussweg entlang des Riedbachs ist während der Arbeiten bis Anfang Februar aus Sicherheitsgründen gesperrt. Eine Umleitung werde signalisiert, teilte die kantonale Baudirektion heute mit. Die Wege im Bereich der anderen Rodungen sind während der Arbeiten gesperrt oder es muss mit Behinderungen gerechnet werden. Laut der Baudirektion des Kantons Zürich wird der Bau des Rückhaltebeckens im Jahre 2017 abgeschlossen sein und soll dann mögliches Hochwasser aufhalten. Das Projekt, das 33 Millionen kostet, wird zu 35 Prozent vom Bund und zu 65 Prozent vom Kanton finanziert. Das Rückhaltebecken wurde nötig, da die Bachdurchlässe der Eulach unter der Altstadt, dem Hauptbahnhof und unter dem Areal Schleife zu wenig Wasser durchlassen und nicht vergrössert werden können. Der Winterthurer Innenstadt drohen deshalb bei Hochwasser Schäden von 400 Millionen Franken. Das Rückhaltebecken soll dieses Schadenpotenzial auf rund 100 Millionen Franken reduzieren.

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