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Bäume sollen Hardau aufwerten

Mit dem revidierten Gestaltungsplan für die Siedlung Hardau will die Stadt den Bewohnern mehr Freiheiten einräumen. Gleichzeitig gibt sie Empfehlungen ab, wie diese ihre Vorgärten gestalten sollen.

Häuser mit heller Fassade, dunklen Giebeln, Jalousieläden und einheitlich gestalteten Vorgärten sollen weiterhin das Bild der Siedlung Hardau prägen. Das sieht der revidierte Gestaltungsplan des Baudepartements vor, der ab heute öffentlich aufliegt. Mit diesem will die Stadt den typischen Charakter der Arbeitersiedlung auch in Zukunft erhalten. Gleichzeitig räumt sie den Bewohnern mehr Freiheiten bei Erweiterungsbauten und Autoabstellplätzen ein. «Der Gestaltungsplan wurde entschlackt», sagt Peter Baki, Leiter Raumplanung im Amt für Städtebau. «Unnötige Bestimmungen wurden weggelassen. Dadurch konnten wir neue Handlungsspielräume schaffen.» Der Gestaltungsplan sei den aktuellen Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner angepasst worden. Farblose Fassaden gewünscht Gleichzeitig macht die Stadt aber auch neue Vorschriften. So sieht der künftige Gestaltungsplan beispielsweise vor, dass die Fassaden der bestehenden Hauptgebäude «in ihrem charakteristischen Erscheinungsbild» mit dunkel verkleideten Giebelfeldern und einer hell verputzten Lochfassade zu erhalten seien. «Nicht alle im Quartier sind begeistert, dass die Fassade so gestaltet werden muss», sagt Hans Schmid, Präsident des Quartiervereins Hardau. «Der eine oder andere hätte gerne ein farbigeres Haus.» Parkplätze im Vorgarten Grundsätzlich seien die Quartierbewohner aber zufrieden mit dem neuen Gestaltungsplan, sagt Schmid. Neu dürften auch Parkplätze im Vorgarten gebaut werden, was bis anhin verboten war. «Den Rest des Gartens möchte das Baudepartement am liebsten so gestaltet sehen wie in den 40er-Jahren», sagt Schmid. «Es soll möglichst natürlich aussehen. Die Leute möchten heute aber lieber pflegeleichte Gärten.» Stadtrat Matthias Gfeller (Grüne), der für den neuen Gestaltungsplan zuständig ist, hofft dennoch auf möglichst grüne Vorgärten in der Siedlung. «Wir schlagen den Bewohnern vor, Bäume im Garten zu pflanzen», sagt Gfeller. «Dann könnten die Autos dar­un­ter parkiert werden.» Er rechnet mit einem positiven Echo auf den revidierten Gestaltungsplan. «Es gibt aber immer Leute im Quartier, die noch mehr Freiheiten möchten», so Gfeller.

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