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Bahnhofplatz: Diesmal war es ruhig

winterthur. An der Protestaktion gegen den Polizeieinsatz vor einer Woche nahmen rund 70 Personen teil. Die Kleindemo vor den Archhöfen blieb friedlich.

Von Weitem sah die Gruppe, die sich am frühen Samstagabend vor den Archhöfen traf, ein wenig aus wie gewöhnliche Einkaufsbummler. Erst bei näherem Hinsehen war zu erkennen, dass die rund 70 Personen nicht zum Shopping gekommen waren, sondern zum Protestieren. Einzelne hatten Plakate dabei, «die Polizei, dein Freund und Helfer», war etwa auf einem zu lesen. Mit Ironie wurde damit der Polizeieinsatz vom letzten Wochenende kritisiert, bei welchem die Polizei Teilnehmer einer unbewilligten Tanzdemonstration beim Salzhaus eingekesselt hatte. Nachdem in linken Kreisen per SMS zu einem Botellón beim Bahnhofplatz aufgerufen worden war, um gegen dieses Vorgehen zu demonstrieren, befürchteten viele, dass es erneut zu einem Grosseinsatz und zu Krawallen kommen könnte. Die Kleindemonstration vor den Archhöfen verlief aber ruhig. Sie hatte fast schon gemütliche Züge: Es wurde Fussball gespielt und Kinder verzierten den Platz mit Kreidebildern. Die Polizei beschränkte sich darauf, vereinzelt zu patrouillieren. Nach dem Eindunkeln löste sich die Gruppe wieder auf. Keine Prediger in Töss Viel Beachtung fand vor dem Wochenende auch die Ankündigung, dass im Zen­trum Töss einschlägig bekannte islamistische Prediger erwartet würden. Sie hätten an einer Veranstaltung auftreten sollen, die als Sammeltag für Bürgerkriegsopfer in Syrien angekündigt worden war. Der Kölner Abou Nagie und der Wiener Ebu Tejma blieben der Veranstaltung, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, aber fern. Dass die beiden mit einem Einreiseverbot belegt wurden, bestätigt die Polizei nicht explizit. Bei der Kantonspolizei hiess es aber, man sei in Töss vor Ort gewesen, um zu überprüfen, damit «niemand auftritt, der mit einer Einreisesperre belegt ist». (red) Seite 9

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