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Bald aus dem Schneider, so die Annahme

Nächstes Jahr steigt der Ossinger Steuerfuss auf das neue Maximum von 124 Prozent. Doch laut dem Finanzvorstand ist die Reduzierung der Schulden wichtiger als ein tiefer Steuerfuss.

Die schwarze Katze, die sich am Mittwochabend vor der Gemeindeversammlung in den Saal schlich, war kein schlechtes Omen. Finanzvorstand Daniel Stahl rechnet damit, dass Ossingen seine Schulden mit Hilfe des Übergangsausgleichs bis 2017 abgebaut haben wird. Zwar werde der Steuerfuss 2016 wohl auf 129 Prozent steigen. Doch Stahl geht mittelfristig von einem tieferen Steuerfuss aus. Er kritisierte dabei die zu hohe Bedeutung, die dem Steuerfuss oft beigemessen werde. Entscheidender als ein tiefer Steuerfuss sei das Ende Jahr zur Verfügung stehende Geld, der sogenannte Cashflow, der zur Schuldentilgung oder für Investitionen zur Verfügung stehe. Ossingens Finanzvorstand ist optimistisch, dass sich die finanzielle Lage der einst stark verschuldeten Gemeinde in ein paar Jahren aufhellt – dank den getilgten Schulden, dem demografischen, geografisch-topografischen und dem individuellen Sonderlastenausgleich (siehe Kasten). Die Stimmberechtigten haben die Budgets 2014 der Politischen Gemeinde (60 Personen) und der Primarschulgemeinde Ossingen (62) sowie der Sekundarschulgemeinde Ossingen-Truttikon (72) grossmehrheitlich genehmigt. Ja zur Schulsozialarbeit Die Stimmberechtigten der Primarschul- und der Sekundarschulgemeinde haben der definitiven Einführung der Schulsozialarbeit ab Februar 2014 sehr deutlich zugestimmt. Die dreijährige Pilotphase wurde von den Stimmberechtigten im Juni 2010 beschlossen. Laut der Primarschulpräsidentin Charlotte Keller hat sich der angenommene Bedarf an sogenannten Schulsozialarbeitsleistungen während dieser Phase bestätigt. Entsprechend sei das bisherige Stellenpensum von 50 Prozent auch weiterhin ausreichend. Die jährlich wiederkehrenden Kosten für den Regelbetrieb der Schulsozialarbeit belaufen sich auf 80 000 Franken. Diese Kosten tragen die beiden Schulgemeinden je hälftig. Das Kinder- und Jugendhilfegesetz verlangt, dass alle Gemeinden bis zum 1. Januar 2015 für ein bedarfsgerechtes Angebot an Schulsozialarbeit sorgen. Schulstrukturen hinterfragen Primarschulgemeinde Ossingen, Primarschulgemeinde Truttikon und Sekundarschulgemeinde Ossingen-Truttikon: «Wollen wir wirklich drei Schul­gemeinden für 1800 Einwohner?», fragte Sekundarschulpräsident Martin Widmer in die Runde. Seit einem Jahr prüft eine Arbeitsgruppe verschiedene Varianten für künftige Schulstrukturen. Diese kostspieligen Strukturen seien nicht naturgegeben, «man kann sie anders organisieren». Am 12. Mai 2014 werden die Varianten vorgestellt.

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