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«Barbarix» wertet Schulhaus Ebnet auf

20 Architekturbüros haben ihre Projekte für die Sanierung und die Erweiterung der Schulanlage Ebnet eingereicht. Jetzt ist der Sieger bekannt: «Barbarix».

Das Interesse war gross, als in Embrach am Donnerstagabend die Ausstellung mit den Projekten des Architekturwettbewerbs für die Schulanlage Ebnet eröffnet wurde. Die Besucher schauten sich die Modelle, Visualisierungen und Beschreibungen genau an, diskutierten angeregt und nahmen besonders das Siegerprojekt unter die Lupe. «Wir freuen uns, dass dieses tolle Projekt bei uns eingegangen ist», sagte Jurypräsidentin Bettina Neumann bei der Verkündung des Siegers. «Es wird dem Charakter der bestehenden schönen Anlage gerecht und führt diesen weiter. Aber auch die anderen Projekte waren von ausgesprochen guter Qualität.» Für knapp eine Million Franken hatte der Gemeinderat den Architekturwettbewerb für die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Ebnet durchgeführt. 20 Architekturbüros reichten daraufhin ihre Vorschläge ein. «Barbarix» haben die Luzerner Architekten Tashi Dorji und Marc Sigrist ihr Projekt genannt – und gesiegt. Bestehende Gebäude bleiben Das Projekt sieht vor, die bestehenden Schultrakte Ebnet 1 bis 3 baulich kaum zu verändern, sondern sie mit einer Sanierung auf den modernsten Stand zu bringen. «Man könnte fast von einer Pinselrenovation sprechen», sagt Neumann. «Aber die Bauten sind grundsätzlich von guter Qualität und können bestehen bleiben.» Dadurch werde Geld gespart, das dann wiederum für die Neubauten zur Verfügung steht, sagt Neumann Neu gebaut wird das Primarschulhaus Ebnet 4 sowie eine Doppelturnhalle. Alle Gebäude sind um den zentralen Pausenplatz angeordnet. Ein Laubengang um den ganzen Platz schafft eine wettergeschützte Verbindung der Gebäude. «Den zentralen Pausenplatz wollten wir unbedingt beibehalten, weil er das Gesicht des Schulhauses ist», sagt Bauvorstand Traugott Pfister. «Projekte, welche diese durchbrechen wollten, sind nicht in die engere Auswahl gekommen.» Er sei erstaunt über die Vielfalt der Vorschläge, die von den Architekten gekommen sind. «Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt, unser doch enges Vorgabenkorsett zu erfüllen und die Schulanlage zu erweitern.» Denn neben den gestalterischen Aspekten gab es auch ganz praktische Dinge zu lösen. «Wir möchten für die Schulanlage eine Holzschnitzelheizung», erklärt Pfister. «Da stellte sich zum Beispiel die Frage, wie ein Lastwagen die Schnitzel anliefern kann, ohne durch das ganze Schulgelände fahren zu müssen.» Solche Fragen seien im Siegerprojekt sehr gut gelöst. In vier Etappen wollen die Architekten das Bauvorhaben umsetzten. Dabei haben sie darauf geachtet, dass der Schulbetrieb über die ganze Bauzeit hinweg ohne teuere Provisorien möglich ist. Abstimmung im Sommer In den nächsten Monaten werden mit den Architekten die Details des Projekts ausgearbeitet. Voraussichtlich nächsten Sommer soll das Stimmvolk an der Urne darüber befinden. «Das ist ein ehrgeiziges Ziel», sagt Pfister. «Aber die Zeit drängt.» Im der alten Schulanlage würden viele Unterhaltsarbeiten anstehen und man wisse nie, was als nächstes kaputt geht. «Flickarbeiten verursachen nur unnötige Kosten, darum wollen wir die Sanierung und Erweiterung so schnell wie möglich voran treiben.» Derzeit geht die Gemeinde von einem Kostenrahmen von schätzungsweise 20 bis 30 Millionen Franken aus. «Die genaue Investitionssumme müssen wir noch ermitteln, sobald die Projektdetails ausgearbeitet sind», sagt Pfister.

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