Zum Hauptinhalt springen

Barclays-Präsident entschuldigt sich für Skandal

Der Skandal um Zinsmanipulationen überschattet einen überraschend starken Gewinnanstieg der britischen Grossbank Barclays. Das Management wandte sich am Freitag im Halbjahresbericht mit einer Entschuldigung an die Öffentlichkeit.

"Wir entschuldigen uns für die Probleme, die in den vergangenen Wochen aufgetreten sind", erklärte Verwaltungsratspräsident Marcus Agius. "Wir sind uns bewusst, dass wir unsere Kunden und Aktionäre enttäuscht haben."

Barclays hatte als erstes Geldhaus Manipulationen des Liborsatzes - des Zinssatzes, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen - eingeräumt und bekam eine Geldstrafe von fast einer halben Milliarde Dollar aufgebrummt.

Zudem musste Konzernchef Bob Diamond und fast das gesamte Top-Management gehen. Agius hat ebenfalls seinen Rückzug angekündigt, bleibt aber vorerst noch an Bord, bis ein Nachfolger gefunden ist.

Im laufenden Geschäft ist die Grossbank aber auf Kurs: Im ersten Halbjahr steigerte sie ihren Vorsteuergewinn auf vergleichbarer Basis um 13 Prozent auf 4,2 Mrd. Pfund (rund 6,4 Mrd. Franken). Analysten hatten im Schnitt lediglich 3,8 Mrd. Pfund erwartet.

Wegen der weiter hohen Unsicherheit an den Finanzmärkten und der sich abschwächenden Konjunktur sei aber Vorsicht geboten. "Es bleiben weiter herausfordernde Zeiten für Barclays und die gesamte Industrie", sagte Agius.

(sda)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch